Der Äbbelwoi blüht

Für einen echten Hessen, der zudem noch auf die glorifizierte Wirkung von Apfelwein schwört, ( Wenn´s halt schee macht!) ist dies die Jahreszeit zwischen hoffen und bangen.

Von Mythen umgeben bleibt die unumstößliche Tatsache, dass Apfelwein auch einer trägen Darmflora wieder auf die Beine hilft. Und den ungeübten Genießern übrigens auch. Denn oftmals duldet so eine Regung des Darmtraktes, wirklich keiner weiteren Verzögerung.

Jedes Jahr auf´s Neue wird es spannend, wenn sich die Knospen ausbilden. Was hat den so genannten Winter unbeschadet überstanden? Denkbar ungünstigen Einfluss haben bei sehr früher Blüte insbesondere Nachtfröste. Das aber ist für die meisten Blüher wohl der Fall. Im Jahresvergleich sind wir ca. 2 Wochen später mit der Blüte dran.

Bis aus dem derzeit üppigen Blütenangebot aber das begehrte „Stöffsche“ wird, bedarf es noch einer ganzen Reihe von unverzichtbaren Bedingungen. Die nächste Hürde wird in den nächsten Tagen und Wochen die Bestäubung -vorzugsweise durch Bienen- werden. Für eine gute Ernte reichen zwischen 10 und 20 Prozent der vorhandenen Blüten, so zumindest die Aussage eines Obstplantagen-Besitzers.

Aber genau die Bienen werden mehr und mehr zum Problem. Abgesehen von eingeschleppten Erkrankungen, ja sogar Seuchen, sind auch die Ackergifte der chemischen Industrie nicht ganz ohne Schuld. Das rafft viele Völker dahin, was wiederum zu der Situation führt, daß Bienenstöcke geklaut werden. Es sind Geschäftemacher, die mit Bienen wirklich nichts im Sinn haben. Außer dass man sie derzeit für viel Geld an den Imker bringen kann.

Hoffen wir das Beste.

 

 

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von Uffnik Veröffentlicht in Allgemein

Unschuldig hinter Gittern

Der Opel-Zoo in Kronberg

Es ist etliche Jahrzehnte her, dass wir mit unseren Kindern einen Zoo besuchten. In der Zwischenzeit hat sich sicher auch die eigene Einstellung zu einer solchen Einrichtung etwas geändert. Auf unserem Erdenrund gibt es eine ganze Reihe von Tieren, deren Art nur noch in zoologischen Gärten gesichert werden kann. So zuletzt geschehen, als erst vor einigen Wochen der letzte Bulle des nördlichen Spitzmaulnashorns in die ewigen Weidegründe eingegangen ist. Seine Gene sind zwar noch vorhanden, aber es existieren auch nur noch zwei Mädels, die damit etwas anfangen können. Ob es sinnvoll ist, eine Art, die nur  noch künstliche vor dem endgültigen Aussterben zu bewahren? Tatsache ist, dass solche und ähnliche Schicksale in vielen Zoo´s, in denen noch Forschung betrieben wird, noch viele Male existieren. Den Tieren in den Parks geht es auf den ersten Blick gut. Meistens.

Zwergziegen: Das Format macht sie für Kinder besonders attraktiv.

Wenn man die Sorglosigkeit von einigen Eltern beobachtet, mit der sie ihre Blagen völlig unbeaufsichtigt umhertoben lassen -während sie noch schnelle eine WhatsApp verschicken, ist man dankbar für die massiven Sicherheitseinrichtungen, mit der die Wilden von den Tieren getrennt gehalten werden.

Einheimische Vögel partizipieren vom der überschwänglichen Spendenbereitschaft der Besucher. Da geht man schon ´mal freiwillig in den Knast.

Bei den australischen Ureinwohnern war gerade Siesta angesagt.

Der Gepard, als schnellstes Landtier der Welt, muss mit einem Areal auskommen, das seinen Bedürfnissen keinesfalls entsprechen kann. Die bis zu 120 km/h schnelle Verfolgung seiner natürlichen Beute in den schier grenzenlosen Savannen, kennt diese wundervolle Raubkatze nicht einmal mal Hörensagen. In Gefangenschaft geboren, wie die meisten Insassen, haben sie sich längst mit den Gegebenheiten arrangiert. Die Geparden und die darauf folgenden Aufnahmen der Elefanten, holten mich schlagartig auf den Boden der Tatsachen zurück: Ich bin im Zoo.

Für die Besucher ist es wohl so ähnlich wie beim Basketball.

Jumbo ist ein genialer Geist. Sehr schnell hat er die beste Stelle im Gehege erkannt und für sich reklamiert, an der die Besucher besonders großzügig mit zusätzlichen Leckerchen herumwerfen.

Der Strauß schaffte es auch nicht meine Stimmung aufzuhellen.

Unser Besuch geht allmählich zu Ende. Die kleinen Füße unserer 4-jährigen Freundin, die wir heute eingeladen hatten, waren bestimmt schon recht müde. Bis zum Ausgang gibt es aber noch etwas Ablenkung:

Der Kreis hat sich geschlossen und ein fast 4-stündiger Staun-Marathon endet hier. Mein Verhältnis zu Zoo´s ist so zwiegespalten wie eh und jeh. Unsere kleine Freundin benötigte gerade einmal 3 Minuten im Auto, um den Tag noch einmal Revue-passieren zu lassen.

Sommerzeit

Ich hasse diese Uhrendreherei. Zwei Drittel der Europäer sind ebenfalls nicht zu begeistern. Trotzdem lassen sie sich von einer handvoll Zeitclowns dominieren.  Das nennt man Demokratuhr.

von Uffnik Veröffentlicht in Allgemein

Frankfurt´s Osten

Traurige Berühmtheit wurde dem Ostend von Frankfurt durch Demonstrationen zu Teil, weil diese heftig aus dem Ruder gelaufen sind. Blockupy hatte vor ziemlich genau 3 Jahren gerufen und Chaoten fühlten sich angesprochen.

Heute geht es direkt an der EZB deutlich friedlicher zu. Die EZB als Institution, als auch das Gebäude an sich, polarisieren aber nach wie vor. Etwas windschief steht es da herum. Auf dem Gelände der ehemaligen Großmarkthalle entstand das milliarden- teure Prestige-Objekt. Die Integration der alten Markthalle ist – zumindest so weit sie noch überlebt hat- meiner Meinung nach gelungen.

Wenn man sich vom Hafen her nähert, wird die Sicht von Bauzaun und der altehrwürdigen Eisenbahnbrücke etwas eingeschränkt.

Nach links führt der Weg vorbei an einer 

Sport-und Fitness- Freizeitanlage Richtung Mainufer. Erstaunlich, dass die gesamte Anlage noch völlig in Takt und zudem sauber , ja gepflegt, wirkt.

Eine gelungene Symbiose gehen Historie und Gegenwart entlang des Main-Ufer-Weges ein. Spontan fällt mir „Märklin“ dazu ein.

Jetzt noch etwas Sonne und die EZB wäre völlig vergessen.

 

 

 

So viel Durchblick

hätte ich gar nicht

vermutet.

 

Hofgut Neuhof – Ein Rundgang

Ein Restaurant, ein „Backstuben-Café“, ein Golf-Club. Ganz nach Gutsherren-Art.

Der Teich liegt direkt gegenüber dem Parkplatz und ist ein idealer Ausgangspunkt für den kleinen Rundgang.

Das Restaurant (vom Parkplatz aus)

Die Backstube:

Der Eingang zum Restaurant.

Über gepflegte Wege beginnt der Rundgang, der letztlich vom Golfplatz dominiert wird.

 

Die neue „alte Backstube“ ist 5 Tage nach Frühlingsanfang schon recht gut frequentiert.  Kaffee + Kuchen, Sahne und Sonne.

Nur die höchsten Gebäude, die die Skyline von Mainhattan ausmachen, sind noch zu sehen.

Der Spazierweg führt entlang des Golfplatzes.

Der Rundgang erreicht bald die Ziellinie

Es ist nun doch schon wieder einige Jahre her, dass ich hier zu Gast war. Kleine, sanfte Änderungen und Anpassungen machen aber die Wiedererkennung denkbar einfach. Der Golfplatz allerdings hat, schon vor Jahren, für einen heftigen Eingriff in die Natur gesorgt. Die Narben sind verheilt.

keine Chance

Herrliches Winterwetter. Zwar kalt, aber wolkenlos. Minus 4° Celsius im Flachland. Wind schon kräftig, so 30/35 km/h und in Böen noch deutlich darüber.

Das sollte eine gute Sicht ergeben, vor allem wenn die Luft (gefühlt) noch relativ trocken ist. Der Taupunkt lag aber nur 4 ° unter der Temperatur. Trotzdem wollte ich es wissen. Der Taunus liegt vor der Haustür. Mit dem Auto in 40 Minuten (ohne zu hasten) auf dem großen Feldberg. Freitag vormittags war nix los. Parkplätze zur freien Auswahl. Der Parkplatz liegt in einer Mulde und ist zudem vom Restaurant etwas geschützt. Das Thermometer zeigt minus 9 °.

Der Blick vom Parkplatz aus war erst einmal recht verheißungsvoll.

Der alte Sendeturm (dient schon seit Jahren nur noch als Aussichtsplattform. An diesem Freitag war er geschlossen. Kaum ging ich die paar Schritte zum oberen Plateau, wehte mich der Sturm fast von den Füßen. Das war hier oben dem doch deutlich stärkerem Wund und den vereisten Gehwegen geschuldet, die keinen sichereren Stand mehr zuließen. Die Wochenendausflügler hatten ganze Arbeit geleistet und den Schnee auf den Wegen restlos, soweit sie nicht geräumt waren, fest getrampelt. Frost-Tau-Wechsel sorgte dann für den kräftigen Eispanzer.

Nicht nur von dieser Position aus war, trotz der Sonne im Rücken, kein Fernblick zu erhaschen. Alles ging in einer grau-blauen Decke unter

So blieb dann nur der bekannte Blick auf die beiden Türme, die den Feldberg zieren.

Den fehlenden Fassaden-Elementen nach zu urteilen, musste wohl ´mal kräftig gelüftet werden…..

Das Highlight des Ausflugs war dann auch wohl lediglich der Test-/Versuchswagen im Erlkönig-Kostüm.

Auf dem Nummernschild GG ? Opel!

von Uffnik Veröffentlicht in Allgemein

Gefühlsausbrüche

Sonntag Vormittag. In Ermangelung von Hunden mussten die Enten im Stadtpark für ein paar Schnappschüsse herhalten.

Donald überprüft die Lage. Alles gut.

Weiter Futter aufnehmen

Das war wohl das Signal. Urplötzlich proben einige Erpel schon einmal für das Frühlingserwachen. Dann ging es rund.

Die inzwischen unvermeidliche Nilgans ließ sich indes nicht auf ihrer erhöhten Position stören.

von Uffnik Veröffentlicht in Allgemein

Experimental

Beim Luftfahrt-Bundesamt müssen auch Flugzeuge registriert werden, die eigentlich noch in der Erprobung sind. Die Pioniere der Luftfahrt haben so eine Chance, ihre Ideen unter realen Bedingungen zu testen. Vorausgesetzt die Kreation ist flugfähig und besteht die obligatorische Abnahme. Experimental ´s werden sie genannt. Und hierbei können die wildesten Phantasien eine Chance bekommen. Die H-ELAU ist so ein Versuch.

Die beiden äußeren Motoren wurde mit besonders effektiven Propellern aus der Feder von Luciani Collonia ausgerüstet.

von Uffnik Veröffentlicht in Allgemein