Große Hafenrundfahrt

Die „Große Hafenrundfahrt“ im Hamburger Hafen – ein tolles Erlebnis bei wunderschönem Wetter. Und natürlich gewinnen unsere Jungs heute Nachmittag. Sagen wir mit 3:1 ?

Die Fotos der Diaschau sind noch unsortiert und unbearbeitet.

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1 Sekunde Bad Berneck

Die Region für unseren Urlaub hatten wir mit Bedacht gewählt. Es sollte ein Wander-Erhol-Seele-baumeln-lassen-Urlaub werden. Das Fichtelgebirge stand niemals zuvor auf unserem Wunschzettel und wir wollten es kennenlernen. Sonderlich viel Vorbereitung konnten wir wegen der sich verschlechternden Wetterverhältnisse nicht treffen. Also eher Planung vor Ort.

Nach der Tour zur der Quelle des Mains ( weißer Main) mußten wir für die untrainierten Muskeln erst einmal einen erholsameren Tag einlegen. So machten wir uns auf, um dem weiteren Verlauf des Main ein paar Kilometer zu folgen. Unser Endziel sollte Bad Berneck sein.

Auf einer der Webseiten, die sich für Bad Berneck ins Zeug legen, heißt es: „Idyllisch im malerischen Tal der Ölschnitz [Zufluß zum weißen Main] gelegen, eingebettet in die waldreichen Erhebungen des Fichtelgebirges und in unmittelbarer Nähe der weltbekannten Festspielstadt Bayreuth, [so nah ist Bayreuth ja auch nicht- aber wenn´s schee macht.. !] präsentiert sich das Kneipp-Heilbad „Bad Berneck“ als „Das versteckte Paradies“ seinen Gästen. Seit Jahrzehnten schon als „Naturapotheke“ bezeichnet, verdient sich der Luftkurort heute diesen Namen mehr denn je und verfügt über das Prädikat „Bad“ bereits seit 50 Jahren. Seit über 70 Jahren hat sich die „Perle des Fichtelgebirges“ auf die Heilverfahren nach Sebastian Kneipp spezialisiert. Heute offeriert Nordbayerns einziges Kneipp-Heilbad seinen Kurgästen eine höchst effiziente und moderne Therapieform, die wissenschaftlich und medizinisch den neuesten Erkenntnissen entspricht. Ob Sie zur Kur, als Feriengast oder Kurzurlauber nach Bad Berneck kommen, bei uns fühlen Sie sich wohl. Der Ort bietet viele Kostbarkeiten, z.B. den historischen Marktplatz, Kurpark, Kolonnaden, Ruinen, Freilichtbühne, Dendrologischen Garten, herrliche Spazierwege und vieles mehr.“

Als wir uns dem „Paradies“ näherten, sahen wir zunächst die verletzten, abgetragenen Berge, die Bad Berneck begrenzen.

Dem oberflächlichen Betrachter – also uns- bietet sich im Steinbruch ein Bild geschäftigen Treibens. Es werden u.a. verschiedene Größen von Edelsplitt gefertigt, der auch für die vielen gut ausgebauten Wanderwege der Region genutzt wird.

Nach historischen Aufzeichnungen wurde der Steinbruch schon zur Hälfte ausgebeutet. Es kann sich dann ja wohl nur um ein auslaufendes Modell handeln.

Also eine Frage der Zeit bis hier die letzte Ladung abgeholt sein wird. So richtig will der Steinbruch mit seinem staubigen Gewerk und dem derben Aussehen nicht in das Bild einer Kurstadt passen. Eine paradiesische Skizze würde ich auch nicht so beginnen.

Aber das ist ja auch nicht das, wofür Bad Berneck wirklich bekannt ist. Es ist immerhin ein Luftkurort. Auf gerade einmal 400 Meter über NN gelegen, haben wir bei tristem Wetter einen ebensolchen Eindruck von dem traditionsreichen Städtchen am Rande des Fichtelgebirges.

Eingegrenzt von massiven Felsen kuschelt sich das traditionsreiche Städtchen dem Lauf des weißen Mains entlang in das sich öffnende Tal. Enge Gässchen

mit alten, stilvollen Häusern säumen unseren Weg entlang der Hauptstraße Richtung Marktplatz.

.Was uns auf dem Weg begegnete, verhagelte uns bei trostlosem Wetter die noch immer vorhandene Urlaubsstimmung. Unzählige leerstehende Wohnungen und Häuser, Hotels mit langer und teil glorreicher Tradition stehen leer, glotzen aus den gardinenlosen Fenstern zu uns herüber.

Einfache Geschäftshäuser und Wohnungen – einfach aufgegeben.

Die maroden Fassaden zeugen von einer besseren Zeit.

Und noch immer führt uns der Weg zum Marktplatz, der auf der Web-Seite der Stadt ja als besonders wunderprächtig hervorgehoben wird. Die kleine Kolonnade mit einem öffentlichen WC

ist zwar ganz hübsch anzuschauen und für Bad Berneck sicher eine ganz tolle Innovation, aber den Gesamteindruck rettet das nun auch nicht. Gegenüber versuchen einige Gewerbetreibende der Hauptstraße noch einen renovierten Eindruck zu verleihen, was das Szenario vielleicht etwas freundlicher erscheinen läßt.

.Aber auch hier: wirken die leeren Wohnungen wie eine unausgesprochene

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.Doch sofort erfährt der Betrachter seinen nächsten Dämpfer.

.Schaut man sich das -von einem wohlhabenden Bürger des letzten Jahrhunderts gestiftete- Kurhaus etwas näher an, wird spätestens am angerosteten Turm die ganze Misere offenbar. So oder so kann man keine Touristen beeindrucken. Und Almosen gibt ja auch niemand.

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  • Einwohner: 4.579
  • 2.241 Männer
  • 2.338 Frauen
  • Fläche: 33,56 km²
  • Postleitzahl: 95460
  • Vorwahl: 09273
  • Kennzeichen: BT
  • Höhe ü. NN: 393 m
  • Arbeitslose: 169

Bei einem kleinen Imbiss hatten wir Gelegenheit mit dem Wirt zu sprechen. Der hatte ohnehin sonst nichts zu tun. Keine Kundschaft! Die Worte des Mannes wirken bei uns wie eine Grabrede. Der Niedergang, so meinte er, begann mit den Kürzungen der Kuren. Urlauber, wie wir, seinen eine Rarität geworden. Nachdem uns vor Jahren dann auch noch die Bahn die Freundschaft gekündigt und die Bahstrecke eingestampft hat, ist es zudem noch einmal sehr viel ruhiger geworden. Nur ein ausgeschlachtetes Streckensignal erinnert noch daran, daß hier einmal die „Eisenbahn“ fuhr. Etliche mußten fortziehen, weil es keine Arbeit mehr gab. Früher, so berichtet er, waren hier 5 Metzgereien am Ort. Heute ist es nur noch EINE!. Ein großer Markt liebt jetzt die Lebensmittel. Den Individualisten lies er keine Chance. Dafür ist das Käuferpotential zu klein.

Meine seitherigen Städtebetrachtungen unter dem Motto

„1 Sekunde ….“ ,

die immer nur ein Blitzlicht des Erlebten waren, hatten alle eines gemeinsam: ich durfte von Städten berichten, deren wirtschaftliche Entwicklung eindeutig in die positive Richtung zeigten. Einmal etwas steiler, ein anderes Mal etwas gemächlicher. Städte die am untersten Niveau angekommen waren und sich zu erholen beginnen. Hier aber ist das Gegenteil der Fall. Bad Berneck lebt nicht nur von der Vergangenheit

sondern auch in der Vergangenheit.

Und hier noch schnell das Prunkstück des versteckten Paradieses.

Ich gebe der Hoffnung Ausdruck, daß dies kein Omen für die ganze Region sein mag. Was hier fehlt ist das Wunder für Bad Berneck. Ich kann es nur wünschen…

Felsenmeer

Die Temperaturen lagen im unteren zwei-stelligen Bereich, der Himmel war bedeckt. Und das sollte so bleiben, wenn man den Wetterfröschen glaubte.

Wir hatten den Job der Großeltern übernommen, ein Wochenende die Enkel zu hüten. Nun will man ja den lieben Kleinen etwas bieten. Nintendo-Meisterschaften werden mit uns nicht ausgetragen. Überschüssige Kräfte sollen die mal schön in der Natur abbauen. Also wurde das Felsenmeer als Ziel herausgedeutet. Welcher Junge klettert denn nicht gerne?

Ein Stück Autobahn, ein gutes Stück Landstraße ( die „Alte Bergstraße“ ) sollte es sein, dann aber Umleitung und das zog sich. Dafür hatten sich aber auch die Meteorolügen leicht verschätzt. Es wurde wärmer als prognostiziert. Und auch die Sonne blinzelte schon ab und zu einmal durch die Bewölkung. Als wir schließlich am Felsenmeer ankamen, war der Parkplatz schon recht gut belegt. Das sich permanent verbessernde Wetter lockte viele Ausflügler an. Alle von der gleichen Idee beseelt, es könnte ja eigentlich nicht so stark besucht sein – bei einer solchen Vorhersage.

Jetzt waren wir da und es war den Enkels ziemlich egal ob leer oder voll. Begrüßt wurden wir von einer Art Wurzel-Sepp.

Der ist dem Informationszentrum zuzurechnen. Für Besucher, die etwas über die Entstehung, die Mythen und Sagen, die sich um das Felsenmeer gewoben haben wissen möchten, können hier ihre Neugierde befriedigen. Nebenan gibt´s für den Wanderer und Kletterer auch Speis´und Trank.  (Dazu später mehr)

Voller Tatendrang rannten die Kleinen den Hang hinauf, um oben etwas außer Puste an der Siegfried-Quelle anzukommen.

Der Sage nach, ist hier der Nibelungen-Held von Hagen von Tronje hinterrücks gemeuchelt worden.

Nun steht die eigentliche Herausforderung an. Das erklimmen des Geröllfeldes. Der älteste der Bengel rannte los und erklomm Fels um Fels – wie eine Bergziege. So viel Begeisterung durch ein paar Granitblöcke. Vergessen die Autorennen und fiktiven Abenteuer auf Nintendo und Computer. Natur ist halt live und nicht durch Irgendwas zu ersetzen. Seine Brüder – deutlich jünger – bemerkten das Verschwinden nicht einmal. So beschäftigt und fasziniert waren auch sie.

Viele deutlich ältere Besucher konnten sich ebenfalls der euphorischen Stimmung nicht entziehen und versuchten sich als „Reinhold Messner des Odenwaldes“.

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Immer stärker frequentiert und beklettert war das beliebte Ausflugsziel. Das Wetter verbesserte sich minütlich. Nicht alle Besucher waren jedoch für Klettertouren ausgerüstet. Ich sah Etliche, die mitten im Geröllfeld mit Sandalen oder Flip-Flops unterwegs waren. Leichtsinn! Für solche Leute gibt es links und rechts von der Felsenansammlung einen Weg, auf den man deutlich bequemer die Strecke zurücklegen kann. Festes Schuhwerk ist aber auch hier anzuraten.

Ach ja, für Hunde nur sehr bedingt geeignet!

Was macht überhaupt unser Kletterkünstler? Den hatten wir längst aus den Augen verloren. Ein scharfer Pfiff durch die Finger und alle hielten inne. Kein Muskel bewegte sich auf dem ganzen Hang. Auch der Kletter-Enkel blieb stehen. Als er mich – viel weiter unten- entdeckte, winkte er, drehte sich um und rannte weiter den Berg hinauf. Die übrigen Neugierigen setzen sich auch wieder in Bewegung. Da es den beiden Kleinen allmählich zu viel wurde, mußte ich den Vorauseilenden schnellstmöglich einholen. So nahm ich den steileren der beiden Fußwege – mit Naturstufen ausgebaut. Als ich wieder in seiner Nähe war, ein erneuter Pfiff und eindeutiges Handezichen zum Abstieg. Keine Reaktion. Noch ein Versuch mit taktischen Handzeichen: „Sammeln“ und zwar „Marsch, marsch“! Erfolglos, er hatte noch nicht gedient!

Die Kommunikation per Zuruf war dann das letzte Mittel. Als mir aber dann auch noch der absolute Befehl zur Rückkehr hinterfragt wurde, drehte ich mich um und begab mich wieder auf dem Weg nach unten. Einfach nicht darauf reagieren. Bei meinen Hunden hilft´s immer. Hier auch !

Und prompt setzte er sich talwärts in Bewegung. Er wollte partout nicht auf dem Weg gehen und so verabredeten wir uns im Imbiss / Cafe des Info-Zentrums.

.Dort veranstalteten die Früh-Rückkehrer ein Festival in Pommes. Klettern macht hungrig.

Während der Pommes-Orgie gab es noch einmal Gelegenheit die herrliche Landschaft des Odenwaldes zu genießen

Dann kam auch der Klettermax. Völlig geschafft, mit hochrotem Kopf. Meine Sicherheitsinstruktionen hatte er befolgt. „Niemals bergab rennen!“ Das war sein Grund für das spätere Eintreffen. Trotzdem, Pommes mußten auch für ihn geordert werden, obwohl für das Abendessen ein Tisch bei Francesco reserviert war. Es blieben ein paar Kartoffel-Stäbchen liegen. Inzwischen völlig kalt. Eines davon hatte gereicht. Geschmackstest nicht bestanden!

Trotzdem ein ein schöner Tag mit viel Action und drei schlafenden Enkeln auf der Weiterfahrt. Den Tisch da Francesco haben wir abgesagt. Schlaft gut! Wir wecken dann in Heppenheim.

Auf der Suche nach Maus und Thermik

Fast ohne Flügelschlag auf Futtersuche.

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Rätsel (3)

Wo (in welcher Stadt) könnte denn dieses freizügige Fräuleinchen Ihren tollen Schmuck präsentieren?

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Rätsel (2)

Karu´s Wunsch ist mir ein Befehl. Hier meine zweite Aufgabe

Wo steht dieser Wegweiser?

von Uffnik Veröffentlicht in Allgemein Verschlagwortet mit