Der Oktober verabschiedet sich golden.

Wie auf Bestellung verabschiedete sich der Oktober heute, wie es sich gebührt. Das verdient Edelmetall…..

Alleine die Morgendämmerung erinnerte an Richard Wagner.

Der Himmel brannte und belohnte die Frühaufsteher mit unvergleichlicher Farbenpracht.

Und selbst als die Sonne etwas mehr über den Horizont stieg verblassten die Farben des unglaublichen Schauspiels nur langsam. Nichts wie raus und den Morgen schmecken.

Welch ein  Genuß, von so viel Gold begrüßt zu werden.

Beim Sonnenbaden lassen sich auf der Blattoberseite selbst die Fliegen nicht stören.

Die Farbenpracht des jungen Tages lockte viele aus den Haus.

Spaziergänger, Jogger, Radfahrer und Gassigeher nutzten die Gunst der frühen Stunde.

Der schafft es nicht mehr ins neue „Stöffche“.

Ein Vormittag aus dem Bilderbuch- danke Oktober 2010.

 

Der hessische Ilwetritsch – Reloaded

Und es gibt ihn doch!

Ein Mythos? Schauergeschichten? Märchen?

(Den ersten Teil dieser Unglaublichen Geschichte gibt´s hier!)

Es war einer der wunderschönen Herbsttage Anfang Oktober. Der morgendliche Gassigang führte mich dieses Mal nach Dietzenbach. Abwechslung muß auch für die Vierbeiner mal sein!

Noch liegen die Wiesen im Schatten der Bäume. Die Sonne steht sehr flach nur über dem Horizont. Die Strahlen dringen nur schwach durch das -noch immer- mit dichten, grünen  Blättern belaubte Gebüsch und Unterholz.

Der Kirschlorbeer treibt noch heftig seine Blüten aus.

Tau liegt noch auf den Brennnesseln, die wie gepflanzt aussehen. Doch bald schon wird auch hier die Sonne die letzten Tropfen verschwinden lassen.

Auf den Wegen durch die Felder und Wiesen kann man die wärmenden Strahlen von Helios genießen. Obwohl völliges „Neuland“ für meine Wegbegleiter, eilten diese -wie üblich- voraus, um die Strecke zu erkunden. Vorbei an Schrebergärten, die noch mit toller Blütenpracht begeistern konnten.

Auch Bienen waren unterwegs, um noch einmal so richtig ihre Taschen zu beladen. Aber auch die wild wachsenden Euonymus europaea –besser bekannt alsPfaffenhütchen“ – entbehren nicht einer wiederkehrenden Schönheit.

Aber Vorsicht! Die Pflanze ist giftig!

In der Nachbarschaft begann ein Bauer mit seiner schweren Landmaschine den riesigen Acker zu bearbeiten.Plötzlich wurde ich durch das Gebell meiner Hunde aus meiner Tagträumerei herausgerissen. Am Horizont war ein riesiger Autotransporter auszumachen. Der wollte dort mit ziemlicher Bestimmtheit nicht hin. (Es lebe die GPS-Navigation!). Auf einem Feldweg, der kaum so breit war, wie der Truck selbst stand er nun da. Nix ging mehr. „Verfranst“ sagen die Flieger, wenn einmal die Position nicht ganz so klar zu erkennen ist. Die Technikgläubigkeit hat den Süd-Ost-Europäer in eine unangenehme Situation bugsiert. Als er dann auch noch von der asphaltierten Strecke abbog, war Schluß mit Lustig. Er steckte fest.

(Hinterm Horizont ging es in diesem Fall nicht weiter….)

Männchen stieg aus und beäugte die Misere. Als er noch um seinen LKW schlich, waren wir zu ihm gelangt. Das nächste Problem war die Verständigung. Ich glaube, er sprach bulgarisch – oder so. Das geht mir nun aber völlig ab. Irgendwie haben wir es mit Hilfe von Händen und Füßen dann doch geschafft, das Gefährt so zu dirigieren, daß er zurücksetzen konnte. Abbiegen und auf die Straße zurückfinden, ging dann ohne TomTom (oder wie heißt das doch gleich auch bulgarisch?)

Zum Dank und zur Verabschiedung tutete er besonders kräftig mit seinem verchromten 4-Klang-Horn über die Felder. Genau das Tuten muß es wohl gewesen sein, was für die folgenschwere Begegnung der ganz besonderen Art gesorgt hat. Als ich mich mit den Hunden wieder auf den Weg machen wollte, da sah ich ihn. Es gab überhaupt keinen Zweifel:

das mußte der lang gesuchte Ilwetritsch sein.

Gaaanz vorsichtig nahm ich die Kamera von der Schulter. Als hätte ich es geahnt, war sie auch noch „standby“ und sofort zum Schuß bereit. „Ratsch“ machte der Verschluß und bannte den Beweis seiner Existenz auf die Speicherkarte. Doch genau dieses Geräusch war wohl zu heftig für den Sensationsfund. Das laute Getröte des LKW´s mußte ihn angelockt haben. Und das leise Klacken der Spiegelmechanik meines Fotos war zu viel für ihn. Noch bevor ich das zweite Bild auslösen konnte, war er verschwunden und ließ einen leeren Sonnenplatz auf dem mächtigen  Zaunpfahl zurück.

Was für ein Tag für die Wissenschaft! Der Bulgare hat mit seiner Fanfare wohl den Lockruf gefunden. Ich brauche dringend so eine Tröte!

Schloßpark in Weinheim

Da sind ja bei Qype  noch keine Bilder drin! Nicht ein Einziges. Man muss sprachtechnisch schon alle Register ziehen, will man dem Schlosspark in Weinheim nur mit Worten gerecht werden. Das entspricht der Beschreibung einer wunderschönen Frau – ohne die Hände zu benutzen.

Mein Ausritt am Sonntag führte mich, geplanter Maßen, nach Weinheim. Dem unhaltbaren Zustand, dass der Tipp ein Geheimtipp bleibt, muss dringend entgegen gewirkt werden. Leichte Kameraausrüstung verstauen und schon geht´s los. Die herbstliche Bergstraße ist gewiss so schön anzusehen, wie die klimatisch bedingte, meist sehr frühe Blütenpracht im Frühling. Zumal an einem dritten Oktober mit Kaiserwetter. Die Sonne gab ihre Herbstgala.   (Bilder zum Vergrößern bitte anklicken)

Farbenprächtig beginnen die verschiedenen Bäume und Sträucher ihr Laub herbstlich zu färben. Es leuchtet fantastisch in der wärmenden Nachmittagssonne. Ein absoluter Genuß mit dem Zweirad. Ohne Hast und Eile geht es dem Ziel entgegen. Läßt man die üblichen Sonntagsfahrer und viele rote Ampeln einmal außen vor, bleibt eine wunderschöne Fahrt übrig. Eine hervorragende Beschilderung und genau solche Parkmöglichkeiten sind erwähnenswert.

Die Beschreibung auf den Seiten der Stadt Weinheim lassen kaum Fragen offen, weshalb ich mich getrost auf das Vorzeigen einiger Fotos beschränken kann.

Das Schloß war wohl eine ewige Baustelle. von 1537 bis 1725 wurde daran gewerkelt. Es hat sich gelohnt. Vor dem Café stolperte ich doch in eine Weinverkostung. Moped und Allohol? Danke – aber nein, danke!

Konzentrieren wir uns doch auf das Ambiente. Da läßt es sich gut herumtoben. Etliche Familien mit ihren Kindern nutzten das herrliche Wetter Das romantische Entré Zwei Burgen liegen auf den Westhängen des Odenwaldes – gegenüber des Schloßparks.Die unvermeidliche Vogelzucht in der großen Voliere ist selbstverständlich auch vorhanden. Ebenso ein Heilkräutergarten.Der Teich wird von der Sonne der späten Nachmittags kaum noch erreicht. Ein absolutes Highlight ist der so genannte Exotenwald. Heute sind die teils uralten, riesigen Bäume aus vielen fernen Ländern teilweise noch von ihrer ursprünglichen Pflanzung von 1872 zu sehen. So mancher Besucher kommt aus dem Staunen gar nicht mehr heraus. Mir erging das nicht besser. Warum die Kapelle verschlossen ist, wird schnell klar, liest man die HinweistafelNach jeder Biegung des Rundweges ergibt sich ein völlig neues Bild auf die ausgedehnten Flächen des wunderbaren Parks.Und immer wieder kommt man aus dem Staunen nicht heraus. Mammutbäume von 50 und noch mehr Metern Höhe. Im Osten sind die „Wachenburg“ und die Burgruine „Windeck“ auf den Höhen des Odenwaldes zu erkennen. Beide Burgen sind über ausgebaute Wanderwege gut zu erreichen.BlattgoldAuf der „Rückseite“ des SchlossesHeute befindet sich das Rathaus mit vielen Ämtern in der Schloßanlage.Für den detail-verliebten Betrachter ein echtes Dorado.

Das scheint mir nun aber doch etwas für Politiker. Die richten ihr Fähnchen ja bekanntlich nach dem Wind aus. Was aber, wenn der Wind gleichzeitig aus verschiedenen Richtungen bläst?

Und zum Abschluß noch ein Schmankerl für Exoten-Liebhaber

Wer hat an der Uhr gedreht? Ist es wirklich schon so spät?

Ein feiner Park mit viel „Ah“ und „Oh“!

Massenweise Wissenswertes gibt es>> hier <<

Attacke abgewehrt

Neulich in der Nachbarschaft.

Der starre Blick galt nur meinem Teich. Wenn sich der „Graue“ ja nur auf die sich wild vermehrenden Goldfische stürzen würde, hätte ich ja nur geringe Einwände. Aber der „Allmoi“ zersticht auch die großen Kois, selbst wenn sie viel größer sind, als daß er sie abtransportieren könnte.

Meine Entfernung zum Schornstein 40-50 Meter – Schornstein zum Teich = 30 Meter.

Mit einem Blitzlichtgewitter habe ich den Mörder offenbar in die Flucht geschlagen. ( Die Kalaschnikow AK 47 hatte Ladehemmungen)

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