Reichstag -touristisch betrachtet

Reichstag

Baulicher Substanzwert ***** Was du ererbt von deinen Ahnen, erwirb es, um es zu besitzen.
Umbau Architektur *** Trotz Glaskuppel keine Erleuchtung
Insassen ** Viele haben lebenslang
Arbeitsleistung ** Kaum erkennbar-außer bei Steuererhöhungen und revoluzzerischen Kostenpauschalen sowie weitere Angriffen auf die Pfründe der arbeitenden Untertanen. „Mit Pfründe (lateinisch beneficium) wird das Recht bezeichnet, aus den Erträgen einer bestimmten Vermögensmasse ein festes, ständiges Einkommen zu beziehen.“
Akzeptanz * stark eingeschränkt
Führung * Welche Führung?
Repräsentation im Äusseren ** Kann sich nur steigern
Bewirtung und Bauch-kraulen von Bänkern ********** Die armen Notleidenden, denen tut das ja auch mal gut!
Volkes Stimme ** Was ist Volk??
Vorschläge : ************ Verhüllt war´s Klasse
Touristische Attraktivität ******** Viele wollen dem Debattierclub auf den Kopf steigen. Entsprechendes Gedränge beim Einlaß.
Fernblick ****** Vom Dach aus ja. Aber leider keine Weitsicht im Gebäude selbst.
Kampf um Pöstchen * Gar nicht mal so ausgeprägt. Anstehende Neubestzungen werden durch Umbettungen vorgenommen.Durch die kombinierte multi-poly-doktorale-omni-Qualifikationen unserer Abgeordneten sind die Fachbereiche eher nebensächlich -insbesondere bei der Führungsebene (sprich Minister+innen). Universell einsetz- und verwendbar. Ein Resortwechsel ist so problemlos ohne Einarbeitung spontan möglich.

 

Speziell für Karu

@Karu: Die versprochenen Fotos. Unterschiedliche Brennweiten, Ringe in verschiedenen Reihenfolgen, einzeln und kombiniert-

Alles mit „der dicken Berta! Zoom 70-200. Einige Aufnahmen mit Programmautomatik, die meisten mit vorgegebener Blende zwischen 11 und 20. Und alles aus der Hand.

Viel Spaß beim Üben.

 

Der Adler ist gelandet

Ein Adler in Hamburg

So oft ich auch schon in Hamburg war, niemals haben die Landungsbrücken im Programm gefehlt. Irgendjemand hat es ganz toll eingerichtet, daß ich von der U1 in die S-Bahn genau hier umsteigen „muß“. Und selbst auf die Gefahr hin, daß ich nicht zu Qype komme, um denen den Kopf wegen eines gelöschten Beitrages zu waschen, die Landungsbrücken müssen einfach sein.

Jedes Wetter, jede Tageszeit, jeder Monat oder besonders jede Jahreszeit hat ihren eigenen Reiz. Ich bereue auch nicht, mich als Tourist zu erkennen zu geben, zumal es immer wieder neue Dinge zu entdecken gibt.

Unzählige Male bin ich hier nun „umgestiegen“. Nicht ein einziges Mal habe ich einen mehr oder minder langen Spaziergang versäumt. Natürlich mit Foto-Apparat Modell 47.11. Am Freitag war es wieder einmal so. Sollen die in der Zentrale doch weiterhin meine ein- und zwei- Sterne- Bewertungen löschen – Hauptsache Landungsbrücken. (Aber ich warne schon mal vor. Wenn ich besonders gut drauf bin, bekommt ihr einen Besuch ab 😉

Am Freitag war hoher Besuch in Hamburg. Die Amis hatten festgemacht.

Bei meinem Bummel sah zunächst ja nur die riesige Flagge, die ALLES überragte, was da noch so herumwehte oder flatterte.

Beim Näherkommen schreckte mich dann aber doch die Flut der Besucher. Die belagerten den Coast-Guard – Dreimaster, wie…. als……. ob -da fällt mir kein passender Vergleich ein…. Touristen halt!

Wie ich erst später erfuhr, handelt es sich bei dem Segler um ein Schwesterschiff der Gorch Fock. Beide Segler im stolzen Alter von 75 Jahren.

Meine S-1 kommt bald und den Flieger will ich nicht verpassen. Schaut euch die Fotos doch heute mal alleine an. Tschüss auch – bis demnächst wieder in Hamburg.

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Der Charly vom Checkpoint

Es ist ohnehin nur ein Nachbau der ursprünglichen Holzbaracke, die den Checkpoint Charlie heute ausmacht. Das Wachhäuschen steht aber noch immer inmitten der Friedrichstraße. Der vorwiegend touristisch motivierte Verkehr tobt drumherum.

„Charlie“ entstammt dem militärischen Funk-Alphabet, was man in der Nachkriegszeit auch als Nato-Alphabet kennt. Dies ist aber auch z.B.  in der zivilen Luftfahrt durchaus gebüffelte, gängige Praxis. Von den westlichen Alliierten wurden verschiedene Grenzübergänge kontrolliert. Unsere amerikanischen Befreier benamten sie Alpha ( in der Nähe von Helmstedt ) und Bravo (das war Dreilinden) an dem allerdings nur die Polit-Prominenz verkehren durfte.

Und dann war da eben noch Checkpoint Charlie.

Die Mauer ist verschwunden. Nun ist Charlie eigentlich nicht mehr das „Loch“ in der Mauer, sondern nur noch eine Touristenattraktion. In QYPE steht geschrieben, daß man da unbedingt hin muß. Solch unbedingten Befehlen kann ich mich als mehrfach gestrafter Qyper nicht widersetzen. Von der U-Bahn raus und schon hat man, den Checkpoint in Sichtweite.  Mitte uff de Gass.

Ist das nicht der Fall, hilft meist eine 180° Kehrtwende. Zusammen mit weiteren Neugierigen mache ich mich auf den Weg. Das Begrüßungskomitee  bestand aus etlichen eigens importierten Straßenhändlern, die hier versuchten ihre billigen Imitationen von militärischen Andenken zu verkümmeln.

Aber auch die ganz großen nutzen das massive Auftreten der Info-Dürstenden-Touri-Kolonnen schamlos aus. Hinter dem mit chronologisch angeordneten Bilddokumenten bestückten Bauzaun verbirgt sich u.a. auch:

Man liest eigentlich alle Namen der großen Wirtschaftsunternehmen. Das Relikt des kalten Krieges verkommt mehr und mehr zur schnöden Tourifalle. Wie leicht sich das Geld dort scheffeln lässt sich nur erahnen, wenn man die aufgerufenen Preise für ein Erinnerungsfoto mit Carly vom Checkpoint (das ist der links-hinter Fahne) kennt.

Zwei €uros werden fällig. Und die schwarze Umhänge-Börse hatte laufend zu tun.

Schade, daß die vielen geschichtlichen Aspekte des kalten Krieges so dem Kommerz weichen müssen. Wenige der Fotowütigen wissen um die spektakulären Fluchtversuche, die häufig genug mit dem Abtransport eines leblosen Körpers endeten. Oder wer weiß denn noch, daß sich hier Ost und West mit ihren Panzern gegenüberstanden? Mit scharfer Munition – geladen und entsichert.1961!

Bitte recht freundlich

oder

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