Point Alpha (2)

Nur ca. 5 Minuten zu Fuß vom ehemaligen Lager entfernt, wurde ein auffälliges Museum errichtet.  Hier wird primär das Thema Freiheit abgehandelt.

Dabei beschränkt man sich nicht nur auf die deutsche Geschichte und versucht Parallelen aufzuzeigen.

Schade, dass diese Einsicht unter dem aktuellen Oberbefehlshaber nicht durchsetzen konnte.

Und vor der Tür? Der exakte Grenzverlauf  wurde hier erhalten. Die Skulpturen sind beim Spaziergang ständige Erinnerung an Gewaltherrschaft und begangenes Unrecht.

Ein Besuch, der bleibende Eindrücke beschert.

 

Datenschutz

An dieser Stelle darf ich vielmals für euer Interesse, die netten und kritischen Kommentare bedanken. Der Datenschutz, so wurde schon mehrfach festgestellt, ist offenbar deutlich über ein vernünftiges Ziel hinausgeschossen.

Ich bin nicht willens und sehe mich auch nicht mehr  in der Lage die permanenten Anforderungen zu beachten. Geschäftemacher hat es ja bereits zu Hauff auf den Plan gerufen. (Beispiel: https://intent.de/dsgvo-umsetzung-fuer-wordpress/ ) Das alles ist unübersichtlich und voller Risiken. Ich brauche das nicht! Danke. Aber danke NEIN! Außerdem müsste ich bei Geldbußen bis zu 20 Mio Euro meine Portokasse plündern.

( EUDatenschutzGrundverordnung DSGVO, https://www.datenschutz.org/verstoss/

Meine Webseiten werde ich in Kürze deaktivieren. Und das war´s dann.

Ich wünsche allen noch viel Spaß mit WordPress und sonstigen Seiten im Internet. Alles Gute und tschüss.

Euer Uffnik

von Uffnik Veröffentlicht in Allgemein

Die A5 wird elektrisch

In regionalen Medien und auch im öffentlich/rechtlichen TV wurde breit darüber berichtet. Zwischen Darmstadt und Langen und weiter zumindest bis zum Frachtzentrum „Cargo-City“ am Frankfurter Flughafen wird eine elektrifizierte Fahrspur für LKW´s eingerichtet. In beide Fahrtrichten ist nun Baustelle angesagt und alle paar Meter werden massive Fundamente im Erdreich verbuddelt, um die Pfleiler aufzunehmen, die wiederum die Fahrdrähte für die Stromabnehmer der LKW´s aufnehmen.

Das sieht im halbfertigen Zustand erst einmal aus, wie in einigen Städten, als noch die elektrischen Busse des Nahverkehrs mit riesigem Gestängen die Leitungen abgefahren sind.

http://www.fnp.de/rhein-main/Elektro-Lastwagen-werden-auf-A5-bei-Frankfurt-getestet;art1491,2857043

https://mobil.hessen.de/verkehr/intelligenter-verkehr/elisa-elektrifizierter-innovativer-schwerverkehr-auf-autobahnen

von Uffnik Veröffentlicht in Allgemein

POINT ALPHA (1)

Es war Anfang der 80er, als ich das erste Mal mit der innerdeutschen Grenze in direkten Kontakt kam. Grausame Wirklichkeit gegen anonyme Bildchen aus Presse und Fernsehen. Ein Bekannter wohnte damals nur wenige hundert Schritte vom  Deutschland trennenden „Schutzwall gegen die imperialistischen Mächte des Westens“ entfernt. Point Alpha war auch ganz in der Nähe. Damals halt noch aktiv „bewirtschaftet“. Als freiheitsgewohnter Westler war es wie eine verdammt kalte Dusche.

Nach der Grenzöffnung, es muss wohl Mitte der 90er Jahre gewesen sein, kamen wir eher zufällig wieder an den besagten Kontrollpunkt in der Nähe von Irgendwo. Damals scherte sich wohl niemand so richtig um die Hinterlassenschaften der DDR und der menschenverachtenden Methode, die eigenen Bürger einzuzäunen.  Graffiti und Zerstörung bestimmten das traurige Bild. Vielleicht war es die Wut auf die Vergangenheit.

Point Alpha

ist heute mit erheblichen Mitteln wieder auferstanden um uns zu mahnen. Es wurde ziemlich viel Geld in die Hand genommen, um für die Besucher die Zeit noch einmal zurück zu drehen. Ein Mahnmal für die Generationen danach. Geschichtsauffrischung für alle, die es vergessen oder verdrängt haben. Grundwissen für die Leugner.  Unser Rundgang begann im US-Camp.

Das Staunen, dass es gelungen ist, Wachstuben, Unterkünfte, Waffen, Ausrüstung aller Art in der gezeigten Vielfalt zusammenzutragen, sollte nicht enden.

Ob die Wächter von ihrem Turm aus auch Sinn für die landschaftlichen Reize hatten?

Im Lager selbst war alles vorhanden was für ein weitgehend autarkes Einsatzkommando erforderlich war.

Wenn es mal so ↓  aussieht, hat entweder die Verteidigungsministerin gepennt, oder die Menschheit hat ihre blöden, kleinlichen Streitereien endlich hinter sich gelassen. Derzeit spricht alles gegen die Flinten-Uschi.

Die meisten Ausstellungsstücke sind noch mit voller Ausstattung hier aufgebaut. Auch dem Bundesgrenzschutz wurde mit einem Hubschrauber gedacht.

Für manchen Besucher mag die Nähe zu den Kriegswaffen schon respekteinflössend sein:

In der „Baracke“ sind eine ganze Reihe von Uniformen und Ausrüstungsgegenständen gezeigt. Auch ganz spannend, der „Ami“ mit italienischen Wurzeln und dem Namen, der deutscher eigentlich nicht sein konnte. Er und seine Kameraden waren die Kernbesatzung und Garant, dass es zumindest an dieser Stelle der Grenze keine Scharmützel oder gar einen größeren Zwischenfall  gab.

Die Besucher heute waren ein sehr interessiertes, bunt gemischtes Publikum. Viele US-Bürger waren zu Besuch. Veteranen aus anderen Kriegen, deren Familien und Kindeskinder. Dieser hier wollte mit Krieg rein gar nichts zu tun haben, streichelte statt dessen die Lagerkatze. Der junge Mann aus Virginia (Adresse zum Zwecke der Übersendung von Fotos ausgetauscht) war der personifizierte Pazifist.

Das gibt Hoffnung.