Dieselgedanken

PKW und LKW´s sind die größten Sünder

Neue Erhebungen, ständig neue Erkenntnisse, Messungen und Lungenärzte verunsichern die, die wirklich etwas für unsere Umwelt tun möchten. Unter besonderer Beobachtung sind Diesel-Fahrzeuge. Ob PKW oder LKW bleibt sich fast egal, alle gehören sie in den riesigen Topf der Umweltsünder. Fahrverbote für Innenstädte sind die Folge. Ausnahmen für Zulieferer, Handwerker usw. bestätigen jedoch die Regel.

Mein alter Diesel wurde gegen einen neuen ausgetauscht. Der Verbrauch der alten Kiste, 7 Jahre hatte der 7-Sitzer auf dem Buckel, lag bei knapp über 6 Liter. EUro 4-Norm. Mein neuer 5-Sitzer wiegt mehr, ist schneller und frisst, bei meiner noch immer flotten Fahrweise, rund 8,3 Liter je 100 km. Euro 6-Norm. Habe ich nun etwas Gutes getan? Hebt nicht der Mehrverbrauch die angeblich besseren Verbrauchs-Werte wieder auf? Komfort-Verzicht war niemals eine Option. Ich möchte nicht mit einem überdachten Vehikel unterwegs sein, das neben erbärmlichen Leistungen auch noch andere Einbußen mit sich bringt. Ich denke dabei an aktive und passive Sicherheit. Die Meinungen gehen hier vielleicht auseinander. Elektro-Autos sind in der gewünschten Komfort-Zone unerschwinglich. Solange man für einen -nur mit Grundausstattung versehenen- Elektriker fast zwei top-ausgestattete Verbrenner-Varianten bekommt, wird sich daran auch nicht gravierend etwas ändern. Alternative Energieträger (Wasserstoff, Bio-Gase e.t.c.) arbeiten CO² neutral sind aber noch weniger im Angebot und damit auch nicht in die Überlegung der meisten Konsumenten einbezogen.

Natur pur in der Wetterau

Wenn man das Thema von einer anderen Seite angeht, steht die Frage an, was wäre vermeidbar. Zum Beispiel im Hobby- und Freizeitbereich, Urlaub und Vergügen. Lustbarkeiten, wie Kreuzfahrten, Urlaub auf der anderen Seite des Globus, Billigflüge – mal schnell übers Wochenende nach Belfast, Porto, Valencia, Rom, Warschau, Nord-Afrika (kost´ja fast nix) sind heute nicht mehr wegzudenken. (Ein Bekannter, ein Grüner durch und durch, protestiert gegen das Fällen eines Baumes und im Urlaub geht es für 3 Wochen nach Afrika. Rundreise mit Flieger, Schiff, Auto und wieder Flugzeug.) Von unserem Fiskus werden steuerlich Erleichterungen und Prämien für alte Autos gewährt. Nicht nur für Verschrottungen. Auch für den Erhalt der veralteten Technoloigie Ein H-Kennzeichen ist das Ergebis für geduldiges Fahren ohne Kat oder Filter und mit Wahnsinnsverbräuchen.

Am Wochenende war eine nostalgische Veranstaltung des Eisenbahn-Museums, Hanau angesetzt. Anläßlich eines „Bahnhof-Festes“ irgendwo in der Wetterau. Es wurden, nicht nur in Hanau, alte Dampfloks wieder aus dem Schuppen geholt und auf die Strecke gebracht. Gewiss ein schönes und nostalgisches Bild, wenn man das Stahlroß durch die Landschaft fahren sieht, das Zischen der Dampfmaschine hört und den Rauch der Steinkohle riecht.

Für nicht einmal 50 km wird mehr Feinstaub in die Landschaft geblasen, als mein alter Diesel es bis zu seinem oder meinem Lebensende jemals geschafft hätte.

Als Nostalgie-Fan würde ich mich jetzt nicht unbedingt bezeichnen, aber faszinierend finde ich es schon, wenn eine viele Jahrzehnte alte Technologie auch heute noch ihre Zuverlässigkeit unter Beweis stellt. Zwei Seelen in der Brust melden mir a) muss das sein? Sollte man den vermeidbaren Schadstoffausstoß nicht einfach bleiben lassen? b) wie toll, dass ich das noch einmal sehen kann.

Ich folge b) und habe nicht die Spur eines schlechten Gewissens einen neuen Diesel zu fahren.

Printmedien oder wer braucht denn noch Papier?

Das physikalische Ende einer Nachkriegs-Erfolgs-Story

Es war einmal…….
Seit 1945
Insolvenz im November 2012
Abrißbirne, Bagger und Planierraupe beseitigen die ehemalige Groß-Druckerei.
Zuletzt wurde hier, in Neu-Isenburg, lediglich noch das „Handelsblatt“ gedruckt.
Bald ist alles aus dem Auge – aber auch aus dem Sinn?

Spannende Details, wie immer, bei Wikipedia

Größenbeschränkung eliminiert

Meine Kinder und auch Enkel können längst der Verführung an der Kasse widerstehen. Bei jedem Discounter, jedem Supermarkt, sogar OBI und Konsorten, ja selbst im kleinen Laden um die Ecke ( sofern er noch existiert) stehen die süßen Verführer direkt an der Kasse. Da spielen sich ständig Dramen ab, die oft genug nur den zusätzlichen Umsatz als Gewinner sehen. Geschickt aufgereiht, springen Kaugummi, Bonbons und andere Karies-Lieferanten die lieben Kleinen direkt an. Bei mündigen Kunden nennt man es auch Impulskauf.

Es ist ja vielleicht nicht neu, aber für mich halt schon, da ich nicht wirklich häufig zum Einkauf geschickt werde ( 😉 ). Eine Treppe für Kinder, damit die Blagen auch ja an die teuren Artikel in der obersten Reihe kommen. Pervers, oder?