Schloßpark in Weinheim

Da sind ja bei Qype  noch keine Bilder drin! Nicht ein Einziges. Man muss sprachtechnisch schon alle Register ziehen, will man dem Schlosspark in Weinheim nur mit Worten gerecht werden. Das entspricht der Beschreibung einer wunderschönen Frau – ohne die Hände zu benutzen.

Mein Ausritt am Sonntag führte mich, geplanter Maßen, nach Weinheim. Dem unhaltbaren Zustand, dass der Tipp ein Geheimtipp bleibt, muss dringend entgegen gewirkt werden. Leichte Kameraausrüstung verstauen und schon geht´s los. Die herbstliche Bergstraße ist gewiss so schön anzusehen, wie die klimatisch bedingte, meist sehr frühe Blütenpracht im Frühling. Zumal an einem dritten Oktober mit Kaiserwetter. Die Sonne gab ihre Herbstgala.   (Bilder zum Vergrößern bitte anklicken)

Farbenprächtig beginnen die verschiedenen Bäume und Sträucher ihr Laub herbstlich zu färben. Es leuchtet fantastisch in der wärmenden Nachmittagssonne. Ein absoluter Genuß mit dem Zweirad. Ohne Hast und Eile geht es dem Ziel entgegen. Läßt man die üblichen Sonntagsfahrer und viele rote Ampeln einmal außen vor, bleibt eine wunderschöne Fahrt übrig. Eine hervorragende Beschilderung und genau solche Parkmöglichkeiten sind erwähnenswert.

Die Beschreibung auf den Seiten der Stadt Weinheim lassen kaum Fragen offen, weshalb ich mich getrost auf das Vorzeigen einiger Fotos beschränken kann.

Das Schloß war wohl eine ewige Baustelle. von 1537 bis 1725 wurde daran gewerkelt. Es hat sich gelohnt. Vor dem Café stolperte ich doch in eine Weinverkostung. Moped und Allohol? Danke – aber nein, danke!

Konzentrieren wir uns doch auf das Ambiente. Da läßt es sich gut herumtoben. Etliche Familien mit ihren Kindern nutzten das herrliche Wetter Das romantische Entré Zwei Burgen liegen auf den Westhängen des Odenwaldes – gegenüber des Schloßparks.Die unvermeidliche Vogelzucht in der großen Voliere ist selbstverständlich auch vorhanden. Ebenso ein Heilkräutergarten.Der Teich wird von der Sonne der späten Nachmittags kaum noch erreicht. Ein absolutes Highlight ist der so genannte Exotenwald. Heute sind die teils uralten, riesigen Bäume aus vielen fernen Ländern teilweise noch von ihrer ursprünglichen Pflanzung von 1872 zu sehen. So mancher Besucher kommt aus dem Staunen gar nicht mehr heraus. Mir erging das nicht besser. Warum die Kapelle verschlossen ist, wird schnell klar, liest man die HinweistafelNach jeder Biegung des Rundweges ergibt sich ein völlig neues Bild auf die ausgedehnten Flächen des wunderbaren Parks.Und immer wieder kommt man aus dem Staunen nicht heraus. Mammutbäume von 50 und noch mehr Metern Höhe. Im Osten sind die „Wachenburg“ und die Burgruine „Windeck“ auf den Höhen des Odenwaldes zu erkennen. Beide Burgen sind über ausgebaute Wanderwege gut zu erreichen.BlattgoldAuf der „Rückseite“ des SchlossesHeute befindet sich das Rathaus mit vielen Ämtern in der Schloßanlage.Für den detail-verliebten Betrachter ein echtes Dorado.

Das scheint mir nun aber doch etwas für Politiker. Die richten ihr Fähnchen ja bekanntlich nach dem Wind aus. Was aber, wenn der Wind gleichzeitig aus verschiedenen Richtungen bläst?

Und zum Abschluß noch ein Schmankerl für Exoten-Liebhaber

Wer hat an der Uhr gedreht? Ist es wirklich schon so spät?

Ein feiner Park mit viel „Ah“ und „Oh“!

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