Feldbahn

Das Frankfurter Feldbahnmuseum renoviert, repariert und restauriert alte Schienenfahrzeuge. besonders die kleine Feldbahn ist von großem Interesse, da hier eine befahrbare Strecke, in passender Schmalspur, durch den Rebstockpark angeschlossen ist. Man veranstaltet publikumswirksame kleine Ausfahrten auf einem Rundkurs. Am 1. März 2020 -exakt zum meteorologischen Frühlingsanfang- fand eine solche Veranstaltung statt. Hier ist mein Nachmittag:

Beim Betreten des Parks war das Begrüßungskomitee noch etwas schläfrig.
„Heh, was willste?“ war wohl die Reaktion auf meine Störung der Mittagsruhe.
Wusste wohl genau, dass ich mir keine nassen Füße holen wollte.
Ein leichtes Aufplustern hilft beim Respekt einflößen.
Es ist beruhignd zu wissen, dass sich einheimische Arten auch noch hier aufhalten.
Frühlingsanfang sagt noch nichts über die gefühlten Temperaturen aus, wenn sich die Sonne kurz hinter ein paar Wölkchen versteckt. Der Knabe rechts auf der Bank bat eindringlich darum, ihn doch unkenntich zu machen. Ich hoffe, es ist gelungen.
Und weiter geht es mit dem Spaziergang durch den Rebstockpark. Das fühlte sich fast wie Urlaub an.
Mit einem markanten Pfiff machte das Ziel meiner kleinen Exkursion, auf gegenüber liegenden Ufer, auf sich aufmerksam.
Man richtete kurzerhand eine Bedarfshaltestelle ein, um ein paar Fahrgäste ein- und aussteigen zu lassen.
Die Kormorane inmitten des kleinen Sees kümmerte das wuselige Treiben indes nicht die Bohne.
Die Graugänse fanden das frische Grünzeug auch erhelblich spannender, als die neugierigen Besucher, die sie beim Nachmittags-Snack- beobachteten.
´nen Guten!
Die Sonne kam wieder hervor, als ich die Umrundung des Weihers vollendete. Der Taunus war zum Greifen nah. Die beiden Junioren waren die unverzichtbaren Weichensteller für die Feldbahn.
Und da war auch schon die kleinere der beiden Bahnen, die an diesem Sonntag im Einsatz waren.
Gute Laune, bei den zumeist jungen Passagieren.
Die Lok war Diesel-betrieben. Bestimmt kein Euro 6er.
Der geschlossene Wagen wirkte auf mich etwas befremdlich. Die kleinen Fenster waren vergittert…….
Die Lok eignet sich für klaus­t­ro­pho­bisch veranlagte Menschen eher nicht so gut.
Der wohl schönste Teil der kurzen Strecke führte durch die Schrebergärten-Kolonie.
Schnaubend und zischend kam die Dampflok näher.
langsam näher……
Das ganze Gefährt schaukelt und schlingert etwas.
Top gepflegt .
Und für eine 114-Jährige noch prima in Schuss.
Der Tender war mit einer Kiste beladen. Kohle war weder an Bord noch konnte man den typischen Geruch von Kohle wahrnehmen. Öl. ! Aber wenigstens dampft sie.
Die Joggerin nahm es locker mit dem Bähnchen auf. Die „Endhaltestelle“ war ja auch nicht mehr weit.
Während sich das Dampfrösslein noch entfernte, näherte sich von der anderen Seite wieder das Diesel-Aggregat.
Mächtiges Gewusel an der Hatestelle. Die Zwangspause wurde dazu genutzt, die Weichen von Ästchen und Zweigen zu befreien.
Alles gut!
Und jetzt wieder Kopf einziehen.
Während dessen hat sich die Dampflok vor die seitherige Rückseite des Zuges rangiert und die Rückfahrt kann nun auch beginnen.
und tschüss…..
Es wird Zeit für den Rückweg.
Von den Zeichen des Frühlings lasse ich mich aber gerne aufhalten.
Ein kleiner Teil der Frankfurter Skyline ist auch vom „Rebstock“ aus zu sehen.
Ganz unvermittelt brach beim Federvieh Nervosität aus.
Dei einheimischen Gänse flüchten ins Wasser.
Aber auch die Gäste vom Nil flatterten hektisch davon.
Aber nur, um nach 20 oder 30 Metern wieder zu landen.
Und dann konnte auch ich die Ursache der Störung wahrnehmen. Ein startender Hubschrauber.
Aha, es war Herr Trigema, der mit seinem Schimpanski einen Sonntags-Ausflug unternahm und und sich nun auf den Heimweg machte. ( Oder so…)

Die neue Alte

Frankfurt hat sich etwas gegönnt. Eine Altstadt. Eine neue Altstadt.

Schon unter OB Petra Roth wurde die Idee konkretisiert. Und der nachfolgende OB Feldmann kam mit etwas Verzögerung dann auch auf den Geschmack. 200 Millionen hat man offiziellen Darstellungen zufolge in das Projekt gesteckt. Und obendrauf eine Party für 1,5 Mio €uro.

Nach den Feierlichkeiten rund um die feierliche Einweihung besuchten wir die neue Mitte Frankfurt´s. Das Ergebnis nehme ich schon mal vorweg. Es hat sich gelohnt! Trotz der üblichen Kostenüberziehung, und heftigen Diskussionen u.a. um den Abriss des „technischen Rathauses“ lassen sich durchweg zufriedene Besucher und Bewohner testieren. Am Tage nach der deutschen Einheit waren alle gut drauf. Auch die unvermeidlichen Pantomimen, eine Abordnung der Don-Kosaken und wer da auch immer noch um Aufmerksamkeit buhlte.

Die Bauzäune verschwanden mit einiger Verzögerung im Laufe des Jahres und gaben denjenigen schon mal einen Blick frei, die es gar nicht mehr erwarten konnten. Kommentare, wie Legoland für Erwachsene waren verstummt. Zumindest bei unserem Besuch. Statt dessen waren alle von der Vielfalt der mittelalterlichen Replikate angetan. Vereinen Sie doch einige der Zerstörung des Krieges entgangenen Original-Zierteile, traditionelle Handwerkskunst und innovative Fertigungsmethoden.

Der Einstieg natürlich über die „Gut Stubb“, den Römerberg.

Es war beim besten Willen nicht möglich Fotos aufzunehmen, ohne fremde Personen mit auf das Bild zu bannen.

Die für Altstadt-Verhältnisse sehr großzügig bemessenen Straßen sind nicht nur für die Touristen-Flut geplant, sondern vielmehr der Sicherheit geschuldet. Enge, kuschelige Gässchen wären zwar stilecht, aber so geht´s auch.

Und hier trafen wir auf eine Abordnung der Feuerwehr. Holztreppen, Balustraden, Geländer, Dächer ….. alles aus Holz. Und das im „Hinterhaus“ sind schon eine Herausforderung für den Brandschutz.

Dieses, auf der Rückseite verspiegelte Portal fand sofort mein Interesse.

So mancher Fertigstellungstermin des Innenausbaus der schmucken Häuser hatte es nicht bis zur offiziellen Einweihungsfeier geschafft. In ein paar Monaten denkt wohl sicher niemand mehr daran.

„Hier“, so erklärte ein alter Herr seinen Besuchern, „genau an dieser Anschrift wohnte schon meine Großmutter“ ! Ein echter Frankorder!

Und hier gibt es die neue Altstadt im Miniatur-Format zum Mitnehmen.

Lebende Statuen vergaß ich zu erwähnen. Die fehlten natürlich nicht.

Und hier am Römerberg endet unser Rundgang auch wieder. Schee war´s. Ich wünsche der neuen Mitte, dass sie möglichst lange Zeit überdauern möge. Ohne Zerstörung, Chaos, Schmierereien. Patina sollte ausschließlich dem Alter geschuldet sein. (ach ja…. und lasst die Hunde nicht gegen den jungfräulichen Sandstein pinkeln, das gibt dauerhafte Flecken, wie man sich schon jetzt überzeugen kann.)

Mein Main

Es gibt viele Orte und Plätze, die mich magisch anziehen. Sehr oft spielt dabei Wasser eine entscheidende Rolle.

Wenn das Wetter für meine Modellfliegerei ungeeignet ist, deute ich mir eines der Fleckchen Erde in der Nähe heraus, die einmal mehr meiner Aufmerksamkeit bedürfen. Oft genug wird dann das Motorrad als nachgeordnetes Hobby benutzt, um von A nach B zu kommen. In diesem Fall nach Offenbach und dann bis zum Frankfurter Osthafen. Das sind nur ein paar Minuten. Wenn….  , ja wenn man nicht versucht mit der Kamera die bekannte Umgebung aus neuen Blickwinkeln zu erkunden.  An besagtem Samstag hatte ich allerdings lediglich einige Probeaufnahmen auf der Agenda, die meine altehrwürdige ( knapp 9 Jahre hat sie auf dem Sensor) Canon Spiegelreflex nach Reparatur und Reinigung wiederbeleben sollten.

Samstags ist wohl der Nachwuchs dran. Unschwer zu erkennen, dass die Jungs gegen den sehr starken Wind kein leichtes Spiel hatten. Besser erging es da dem Trainer, der sich mit ausreichend Motorkraft chauffieren ließ.

Deutlich leiser, aber nicht weniger schnell bewegte sich die kleine Jolle mit voll aufgeblähtem „Butterfly“. Und schon war ich wieder bei den gefiederten Schwimmern gelandet, die noch teilweise in Baby-Klamotten zielstrebig auf mich zu kamen.

In der Zwischenzeit habe ich gelernt, dass so eine Canon EOS 7 mit der „dicken Berta“ drauf, doch ein ganz beachtliches Gewicht auf die Hand bringt. Ein Stativ wäre sicher gut gewesen. Man verweichlicht ja soo schnell, wenn man dem technischen Fortschritt folgt und eine spiegellose Systemkamera mit Vollformat – Sensor benutzt. Das ist wie …. Urlaub im All. Muskelschwund und sowas alles.

Bei vollem Zoom und starkem Wind wiegt die SR gleich doppelt so viel. Das macht sich beim „Mitziehen“ dann doch irgendwann bemerkbar.

Ortswechsel: Stadtgrenze Offenbach/ Frankfurt

Ganz in der Nähe der #Gebermühle wird dem SUP  gehuldigt. Aufrecht paddeln oder auch neudeutsch: „Stand Up Paddling“. Das alles ging noch in Ufernähe vonstatten. Ich vermutete einen Anfänger-Kurs. Ach was, es war sicher nur der schon beschriebene Wind, der für den häufigen Wasserkontakt sorgte.

Für die aufregende Skyline von Mainhattan  hatte von den Akteuren auch nicht einer nur einen kurzen Blick

Die EZB hatte es nicht auf das obige Bild geschafft. Ihr gebührt natürlich eine eigene Aufnahme – protzig vor ihrer privaten Kollegschaft.

Mann, ist die Kamera schwer! Beim nächsten Mal etwas Hantel-Training vorab !

Der unvermeidliche Ausflugsdampfer „Wikinger“ näherte sich der Anlegestelle

Dieser Weltenbummler erinnerte mich irgendwie an einen VW-Bus T2 mit Pril-Blümchen aus den 60ern.

Schluss für heute. Den Rest darf ich nicht veröffentlichen, da mir sonst sicher ein Mahnwalt die Millionen-Frage stellt.

 

Gute Freunde – big brothers

BIG BROTHERs

George Orwell war wohl so eine Art Prophet. Der Nostradamus der Neuzeit. Die Realität hat seine Phantasie aber nun wirklich längst überholt . Unsere amerikanischen Freunde überwachen meinen Schriftverkehr, lesen aufmerksam in Uffnik´s Blog, lauschen, wenn ich telefoniere.

Es ist doch beruhigend zu wissen, daß man nur von Freunden ausspioniert wird. Man stelle sich vor, das wären böse Buben, die so etwas machen. Nein, die Tommy´s sind ja auch unsere Freunde. Die dürfen das also. Sollte man denn wirklich seinen Blog verschluesselndamitdiejuingssorichtigwaszutunbekommenarbeitslossolljaschließlichdurch
unsereunachtsamkeitkeinerwerdendaerreichtmichdochheuteeinemailvoneinemach
sointelligentenamerikanischenuniformträgerdergerademaletwasschwarzgeldingermanyin
vestierenwillodersagtmanwaschendazuderklugejungemachtglaubhaftdaßseinetelefonateab
gehörtwerdenwiekommternurdaraufsowaswärejaunglaublich.vielleichtsolltemanauchdie dialektsprachewidderbenutze
dannwerdssichernochkomplizierterverdeschpionediekenneglaabischaachnetfrankfoprderisch

babbeleundschongornetläseaachmitdeumlaudewernsesoihrproblemschenhawwedokammer

dannunbesorschtvonbombeunnaaschlääschberischdeohnedassdie
kerlewasmitkrieschewannihrsaachnetlesekenntissmoikonzeptgenaurischdisch.
NunfingertauchnopchPutinderschmutzfinkinderSacheherumRedetvomPartnerUSAderdrecksack

Muß mal schnell unterbrechen, es hat gerade geklingelt, da stehen 3 schwarze Chrysler-SUV´s vorm Haus. Aus ihm stiegen 12 finstere Männer aus. Ich erwarte eigentlich keinen Besuch…….

Chemtrail oder doch nur Kondensmilchstreifen

Der Himmel heute uber Dreieich war strahlend blau. Kein Wölkchen war zu sehen. Ein würder Abgang für den Oktober. Die schon tief stehende Sonne verteilet nicht nur ein wunderbar angenehmes Licht. Auch ihre Wärme war noch wahrzunehmen. Wer es ermöglichen konnte, war unterwegs um die vielleicht letzten sonnigen Stunden des Herbstes zu genießen.

So ganz stimmt das wolkenfreie Bild allerdings doch nicht. Sind die vielen Kondensstreifen ( von Verschwörungstheoretikern als Chemtrails bezeichnet ) nicht auch „nur“ Wolken? Gewiß, sie entstammen keinem natürlichen Entstehungsprozeß. Einmal mehr hat der Mensch mit seiner Technik die Natur beeinflußt.

Das Rhein-Main-Gebiet ist, durch die zentrale Lage, ein Knotenpunkt für Interkontinentalflüge. Die Streifen haben also eher nichts mit dem Großflughafen von Frankfurt zu tun. Es sind Maschinen, die deutlich höher fliefgen, als der an- oder abfliegende Luftverkehr. Je nach Wetterlage gibt es solche „Himmelsschreiber“. Aber immer sind sie mindestens 8.000 Meter hoch.

Erstaunliche und faszinierende  aber zufällige Muster kommen durch die verschiedenen Flugrouten zusammen.

Deutlich mehr als 1.000.000.000

Mit großen Zahlen sollten Banker ja umgehen können. Ein Gefühl dafür scheint aber abhanden gekommen zu sein. Von 600 Mio wurde die Bausumme für die neue EZB- Zentrale in Frankfurt, anläßlich des ,diese Woche gefeierten Richtfestes, mal ganz locker auf deutlich über Tausend Millionen geschätzt. Bei den geladenen Gästen war keine Reaktion festzustellen.

Es ist ja schließlich nicht deren Geld, was hier so prunkvoll verprasst werden wird. Und wir sind ja schließlich auch noch nicht fertig. Je heftiger die Euro-Krise, desto höher die Baukosten. Vielleicht liegt es daran, daß die stetig wachsenden Forderungen gegen verschiedene Euro-Staaten und demnächst wohl auch noch die wieder einmal mitleidenden Banken besonders stilvoll verwaltet werden müssen.

Mit Folgen für Frankfurts Ostend. Es sind u.a. für diesen Bau (hier sieht man ja nur den himmelsstürmenden Teil) auch die ehemlaigen Markthallen ausgekernt worden. Auch die sind dann Teil der neuen EZB. Es wird wohl ein neues Wahrzeichen für Frankfurt hinzukommen oder vielleicht sogar die seitherigen vergessen machen. Die Bevölkerung hat schon seit geraumer Zeit Verstehensprobleme. Die Mieten kennen nur noch einen Weg;: sehr steil nach oben. Es wird aus dem bürgerlichen Ostend, wo seither Tagelöhner und Illegale vor den Markthallen auf Jobs warteten, wohl eher ein Nobelviertel werden. Und das Kopfsteinpflaster passt natürlich dann auch nicht mehr so recht in das neue prunkvolle Bild. Sicher wird es einen Flüsterasphalt geben, daß die Denker im Palast nur nicht gestört werden.

Von meinen Gassipfaden in Dreieich aus gesehen, ist es das derzeit dominanteste Gebäude im Dunst der Banken-Metropole in ca. 15 km.  So entfernt und abgehoben,  wie meine Position zum Gebäude bei diesem Foto , ist gefühlsmäßig auch der obersten Währungshüter von der Meinung des gemeinen Fußvolkes.

Der Jakobiweiher im Winter

Alle Beiträge von Qypern sind voll des Lobes für dieses Fleckchen im Grüngürtel Frankfurts. Die Erfahrungen stützen sich auf Besuche vom Frühjahr bis Herbst.

Und im Winter? Mindestens so sehenswert ist der kleine See auch zur kalten Jahreszeit. Wenn Stein und Bein vor Frost zerbricht…… so war es zumindest noch bis Mitte Februar. Nach vielen Tagen strengen Dauerfrostes, sollte auch der durch Wald geschützte Jakobiweiher zugefroren sein. Es war Samstag und zwar Vormittag. Nur wenige Besucher hatten um diese Zeit schon Lust auf ein eiskaltes Vergnügen. Der Parkplatz vor der Straßenbahnhaltestelle fast leer. Hunde raus aus dem Auto und erst einmal an die Leine; man weiß ja nie. Nachdem wir die Gleise überquert hatten, auf denen wenige Augenblicke zuvor die städt. Fahrschule einen Straßenbahnzug – trotz Notbremsung – die Haltestelle überfuhr und erst mitten auf dem Überweg zu Halten gebracht hatte, durften die Felligen wieder frei laufen. Der erste Weg führte uns zunächst etwas tiefer in den Wald. Das Königsbrünnchen hatte ich zuletzt vor knapp zwei Jahren besucht. Trotz heftigen Frostes von bis zu minus 22° Celsius plätscherten die Bächlein noch munter vor sich hin.

Auch über diese Brücke mussten wir geh´n, um an das Königsbrünnchen zu gelangen.

Eis und Schnee im Kontrast zum Wasser

Pures Gold glitzerte mir in der tiefen Wintersonne entgegen. Ein eigentümliches Licht, in dem Eisenoxid zu Gold wird.

Sally hatte sofort ihre Sympathien für den Bachlauf entdeckt und nur wenige Minuten später war ihr Fell an den Pfoten bretthart gefroren. Vom Brünnchen ging es zum Brunnen. Die haben eigentlich nichts gemein – außer der Ähnlichkeit des Namens. Nicht einmal das Wasser, das im Königsbrunnen schon lange nicht mehr zu sehen ist. Ein Abfallbehälter sieht dagegen richtig aufgeräumt aus.

 

Das gleißendes Licht, vom wenigen Schnee noch reflektiert, wies uns den Weg zum Weiher. Kaum ein Spaziergänger und nur ein einziger mutiger Radfahrer waren anzutreffen.

Fröhliche Kinderstimmen empfingen uns am Weiher.

Die spärliche Besucherzahl war schon am Parkplatz zu erkennen. Uns störte das nicht. Ganz im Gegenteil. So konnte ich die Hunde frei laufen lassen. Das taten auch noch andere Hundebesitzer. Einige der Vierbeiner mußten sich auf dem Eis beweisen und entwickelten ganz erstaunliche Techniken, wie sie doch noch rechtzeitig bremsen konnten, um das Stöckchen oder den Ball zu schnappen.

Der Rundweg um den Weiher war, dem Frost sei´s gedankt, hart gefroren und gut zu begehen. Bei Tauwetter oder bei Regen ist das sicher nur mit etlichen Einschränkungen möglich.

Dem Namensgeber hat man inzwischen auch einen Gedenkstein gewidmet.

 

Vorwiegend Familien tummelten sich auf der Eisfläche. Blank polierte Rutschbahnen forderten hin und wieder einen Boden – oder besser Eiskontakt. Hunde rannten den Bällen hinterher, die ersatzweise – in Ermangelung von echten Pucks – beim Eishockey eingesetzt wurden. Die Spannungen im Eis entladen sich gelegentlich mit recht lautem Knacken und einem kräftigen „TSOINGGG“, was über die gesamte Eisfläche wie Querschläger zwitschert. Ängstliche Naturen bewegen sich dann meist recht hektisch Richtung rettendes Ufer.

Trainerstunden für die verschiedenen Leistungsklassen :

Der Rundweg ist mit einigen Gags aufgelockert:

Auch die schickste Eule  – im Normeger-Pullover  – des gesamten Frankfurter Grüngürtels gibt es hier zu bestaunen.

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Augen auf und gelegentlich auch mal nach oben sehen…..

Wenn es dem Hund zu wohl wird, geht es auf´s Eis. Chefchen geht auch mit.

(ich kapiere das nicht mit dem Hockey!)

„Dann nehmen wir den Schläger halt als Brennholz mit. Der Winter soll noch dauern.“

Auch im Winter ist der Jakobiweiher ein lohnendes Ziel für einen Spaziergang.Aber Vorsicht: ich konnte kein Schild, keinen Hinweis entdecken, daß das Eis irgendwie überwacht wird. Freigabe oder Sperrung liegen offenbar im eigenen Ermessen.

Kritikpunkt sind startenden Flugzeuge des nahen Rhein-Main-Airports. Bei westlichen Winden, wenn die Start- und Landerichtung wechseln, ist der Lärm entscheidend geringer, als bei Ostwind.

Nach fast zwei Stunden manchen wir uns auf den Rückmarsch. Der Parkplatz hat sich deutlich gefüllt,  High Noon war schon vorbei.

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Frankfurts südlicher Stadtwald im Winter

Neu-Isenburgs Wälder sind vom Frankfurter Forst knallhart durch die Autobahn A-3 getrennt. Dieser Abschnitt der A-3  ist zu großen Teilen mit riesigen Lärmschutzwänden versehen. Sowohl die Neu-Isenburger als auch die Jogger, Spaziergänger und nicht zuletzt auch das Rollkommando mit ihren Mountainbikes sollten davon partizipieren.

Auf der Suche nach etwas Abwechslung bei unseren täglichen Gassi-Routen, sind wir von Neu-Isenburg aus schließlich im Frankfurter Stadtwald gelandet. Wenn wir gerade vom „Landen“ reden: Der Flughafen „Rhein-Main-Airport “ macht überdeutlich auch hier auf sich aufmerksam. Die Großwetterlage beschert uns ein stabiles Kälte-Hoch namens Cooper, mit eisigen Grüßen aus Rußland. Kein Mini-Cooper. Ausgewachsen und brutal. Saukalt mit Ostwind. Und genau letzterer trägt dazu bei, daß aus der An- oder Ein-Flugschneise des Flughafens eine Abflugstrecke wird. Und das ist ganz entschieden heftiger, als landende Maschinen.

Wie so oft war ich völlig alleine mit meinen Goldis unterwegs. Ich mag das. Niemand, der sich mit seinen Problemen aufdrängt, oder auch nur unterhaltsam wirken möchte. Zeit und Muse den eigenen Gedanken nachzuhängen. Trotz der Lärmschutzmaßnahmen ist die BAB nicht zu überhören. Der Geräuschpegel ist in unmittelbarer Nähe nicht einmal so heftig. In einiger Entfernung jedoch, sind die Schutzwände offenbar nahezu wirkungslos. Fast so, als wären sie nicht vorhanden. Irgendwie gelingt es dem Wind offensichtlicht , den Lärm des Freeways über die Lärmschutzmaßnahmen zu tragen.  Ah… Moment bitte…..

…. da düste gerade ein A-380 im Tiefflug über uns hinweg. Für einige Augenblicke verstummte die Autobahn. Nicht, daß der Verkehr innehielte, lediglich der Lärmpegel wurde vom Jet nach Tokio übertroffen. Sollten die Protestanten doch Recht haben? Die sind mit ihren Trillerpfeifen und Trommeln, Gebrülle und Sprechchören gewiss noch einige Dezibel lauter als der startende Riese. Flugzeuge besitzen  schon eine sehr eigene Anziehungskraft für einen Uffnik.

Es war ja der Wald als Naherholungsgebiet, den ich erkunden wollte. Die Parkplätze entlang der Darmstädter Landstraße sind begrenzt, was den Zustrom von Wandersleut schon etwas eingrenzt. Aber die Witterung mit realen minus 12° und gefühlten -18 ° C scheint heute die Sportler fernzuhalten. Lediglich die Stadtreinigung war zu Fuß unterwegs und erledigte ihren Job mit winterlichem Elan.

Sehr gut ausgebaute Spazier- und/oder Radwege machen das Gehen auch für Fußkranke zu einer entspannten Angelegenheit. Zumindest im Winter. Die Waldränder sind, wie dies inzwischen schon üblich ist, in künstliches Chaos gehüllt. Naturbelassenheit soll das wohl vermitteln. Außerdem wird so das Verlassen der Wege eindeutig erschwert. Die Schwarzkittel allerdings stört es bei ihren Streifzügen nicht im Geringsten.

Mein erstes Ziel war der

Moment bitte………

So, nun ist die Autobahn wieder zu hören.

Am Rundweg sind einige Bänke aufgestellt, die sicher eine nette Rast erlauben. Aber Sekunde bitte…….Wohin mag der unterwegs sein? Linkskurve nach Norden.

Der Weiher ist nicht sonderlich groß, so daß man zügig schon in wenigen Minuten einen weiteren kleinen See erreichen kann. Das ist der

Wer hier Spektakuläres vermutet wird im Winter wohl enttäuscht. Bis auf das für Enten freigehaltene …… Augenblick mal bitte………

……

Wasserloch im Eis gab es nur noch die ganz kleine Vögel zu bestaunen, die fluchtartig auf´s Eis gehechtet waren, als sich zwei Retriever näherten.

Für den Elektro-bebikten Ü-70er war meine Reaktionzeit viel zu langsam. Er näherte sich mit einem anschwellenden „Sssssst“ und ritt, im professionellen Winteroutfit, geduckt vorüber. Zu schnell um vom Radarstrahl noch erfasst zu werden. Ich glaube der Akku glühte.

Irgendwie gelangte ich mit einigen gewollten Umwegen, vorbei an der

,

wieder zum Parkplatz zurück.

Wer sich in diesem Teil des Grüngürtels Entspannung, Erholung oder gar Ruhe erhofft, wird wohl vergebens danach suchen. Sollte ich meine Einstellung zur Fliegerei doch mal auf den Prüfstand packen? Ich fliege einfach nicht bei Ostwind! Ohne Flugverkehr würde es ja eigentlich auch gehen. Aber wer will schon 7 bis 10 Stunden im Zug verbringen? Ich nicht. Und die Opposition? Alles Nichtflieger? Kein Urlaub auf Malle? Niemals in die Karibik oder Türkei für 369 €uros pro Woche bei all-inclusive? Kein Geschäftsflieger mal schnell nach NY oder London? Den Beweis bleiben die mir schuldig.

Die Autobahn ist einfach zu laut!