Zu Risiken und Nebenwirkungen ….

Wenn sich die Deutschen dieser Tage über eine vergleichsweise günstige Zwischenbilanz in der Coronakrise freuen, so haben sie dies nicht zuletzt einer großen Solidaritätsaktion der Jungen für die Alten zu verdanken. Während das Virus vor allem die Lungen betagter und hochbetagter Bürger befällt, konzentrieren sich die politischen und wirtschaftlichen Nachteile bei den Altersgruppen unterhalb der sechzig. So zumindest schreibt der SPIEGEL.

Schon altersbedingt gehöre(n) ich/wir zur Risiko-Gruppe. Wehwehchen kommen hinzu und erhöhen die Gefahr durch eine Infektion womöglich das Zeitliche zu segnen. Was wundert es dann also, wenn es die GRÜNEN nicht so ganz ernst mit dem Gutmensch-sein meinen. In persona der Tübinger Oberbürgermeister. Vielleicht ist es ja schon Wahlprogramm, dass die alten Umweltsäue sich nun doch endlich vom Acker machen sollen, wo sie ja eh nur noch ein paar Tage vor sich haben. Der blanke Neid bricht vollends aus, wenn man auf die anstehende Rentenerhöhung zu sprechen kommt. Man vergisst in Corona-Zeiten schon einmal die Contenance zu wahren. Das hässliche, maskenlose Gesicht des Egomanen, der ein bisschen in uns allen steckt, kommt deutlich zum Vorschein.

Es sind, wie so oft solche Ausrutscher, die das wirkliche Denken einiger Pokitiker offenbaren. Das klingt eher nach Stammtisch-Geschwätz, als nach fundierter Politik eines OB´s. Es halt ein Unterschied, ob der Bundestagspräsident die Meinung vertritt, dass der Staat keinen finanzpolitischen Suizid begehen sollte, um den aussichtslosen Versuch zu unternehmen, das Leben aller Bürger zu schützen, oder ob man Willens ist, Hilfe zu verweigern, weil man das altersbedingt für unrentabel hält. Nun wird wieder in die andere Richtung gerudert. Klar, man bastelt ja an einer Regierungsbeteiligung bei der nächsten Wahl. Großbetriebe und Konzerne greifen erhebliche Summen ab. So soll beispielsweise der Lufthansa – gegen zwei stimmberechtigte Sitze im Aufsichtsrat- mal schnell mit 9 MRD €uro geholfen werden. Ob damit die insgesamt 135.000 Arbeitsplätze gesichert werden, bleibt abzuwarten. Es steht zu befürchten, dass sich die Landschaft nach Corona erheblich verändern wird. Bis der Luftverkehr wieder die Ausmasse annimmt, wie wir es zuletzt gesehen hatten, geht sicher noch eine lange Zeit ins Land – oder wäre vielleicht sogar auf ein BER-Flughafen zu verzichten? Ob das reduzierte Flugaufkommen, das zu erwarten ist, zu einer nachhaltigen Änderung im Umgang mit Ressourcen, oder gar unserer Umwelt – wie es z.B. von Frau Merkel gefordert wird- führt, darf auf mittlere Frist bezweifelt werden. Noch sind die Egoisten am Ruder.

Wer hat eigentlich mit der leidigen Diskussion begonnen, dass es den Menschen nicht zumutbar sei zwei Meter Abstand einzuhalten? Jetzt, wo Geschäfte wieder öffnen, VW seine Werke hochfährt und -ganz wichtig- die Frisöre wieder schnippeln dürfen, der Eis-Salon an der Ecke nur „über die Straße“ verkauft, wird doch fast überall und ständig der Beweis angetreten, dass es funktioniert. Sind denn alle, die sich an die mühsam erarbeiteten Regeln halten, nur Herdentiere, die brav ihrem Vordermann folgen? Da stehen doch Leute auf der Straße und fordern Ihr Leben zurück? Wer, wie die meisten Ü70er , die Nachkriegszeit durchlebt hat, weiß vielleicht noch was echte Entbehrungen sind. Ein Meter-fünfzig Abstand halten zu müssen, oder auf den Besuch des Fußball-Spiels im Stadion zu verzichten, das würde ich nun nicht mit Hunger gleichsetzen wollen.

So wie die Staaten mit den Geldern, sei es gezielt oder mit der Gießkanne, umgehen, müssten sich viele rund um den Globus in die fast unausweichliche Reihe von Pleiten und Insolvenzen einreihen. In einer solchen Situation ist das richtige Maß eine essentielle Frage. Niemand kann sie treffend beantworten. Was heute opportun erscheint, ruft morgen schon die Nörgler und Verschwörungstheoretiker auf den Plan: “ Hab´ ich´s nicht….“. Die Wirtschaft ist global vernetzt und so kann das Husten eines wirtschaftlich eher unbedeutenden Staates irgendwo auf der Welt vielleicht ein Kammerflimmern auf der anderen Seite auslösen.

Ist es denn jetzt wirklich schon die Zeit für übereilte „Lockerungen“ ? Dies kann eindeutig nach hinten losgehen. Auch die inzwischen ja ins Visier von einigen Freiheitskämpfern geratenen Virologen und selbstverständlich auch die Mehrzahl der Politiker warnen noch immer vor einer möglichen zweiten und evtl. sogar schlimmeren Welle. Es wurde wiederholt gesagt, dass es kein Wettbewerb sei, wer zuerst wieder Massenveranstaltungen erlaubt. Die Mehrzahl sind verantwortungsvolle Menschen, denen durchaus der Umgang mit dem Virus zuzutrauen ist. Es gibt aber auch Ausnahmen. Und genau da genügt schon eine kleine Gruppe Unvernünftiger, um wieder Auslöser für strengere Regelungen zu sein.

Bleibt gesund!

Eine der Ersten

Corona und zu Hause. Mit höherem Risiko eingestuft. Und plötzlich hat man auch Zeit für die kleinen Dinge.

So fällt beispielsweise auf, dass erst heute, am Ostersamstag 2020 die erste Biene des Jahres gsichtet wurde. Vielleicht waren schon einige vorher am Bachlauf, den ich vor gut zwei Wochen wieder in Betrieb und zum Plätschern gebracht habe. Die Wespen aus der Garage unseres Nachbarn vergnügen sich ja schon einige Zeit am Wasser. Aber Bienen – und das gibt mir zu denken – sind erst jetzt auf der Bildfläche erschienen. Es sind auch nur einzelne Tierchen, nicht wie in den Vorjahren, wo es mit mit Beginn der Blüte und dem Ende der Nachtfröste schon etliche Besucher gab.

Hoffen wir das Beste.

Allen ein frohes Osterfest und bleibt gesund.

Klopapier & Nudeln

Die Versorgungslage scheint schlecht. Wir leben, wie es mein persönlicher Clown, Donald Trump, formulierte, im Krieg. Gegen einen unsichtbaren Feind. Zwischen Verharmlosung und Chaos schwankt derweil nicht nur die Stimmung des Lenkers der Vereinigten Staaten. In Europa wird indessen klar, welche Staaten auf die Schreckensszenarien wie gut oder schlecht vorbereitet sind. Corona nennen wir das Virus, offiziell wird es bei der WHO als neuartige Atemwegserkrankung COVID-19 geführt.

Und genau wie während und nach den Kriegen verschlimmert sich die Versorgungslage von Tag zu Tag. Von Produkt zu Produkt. Unsere Vorfahren ( teilweise noch Eltern und Großeltern) mussten nach den beiden Kriegen sich und ihre Familien durch Hamsterfahrten versuchen durchzubringen. Auf dem „Land“ gab es noch Lebensmittel und andere überlebenswichtige Dinge des Alltags. Tauschgeschäfte – sonst ging nichts.

Es ist erstaunlich, wie im Jahre 2020 die vermeintlich aufgeklärte Bevölkerung in Verhaltensmuster der frühen Menschheitsgeschichte zurückfällt, wenn es um Toilettenpapier geht. Wir alle sind noch immer ein Stück weit Sammler und Jäger. Die Jagdszenenen spielen sich bei Aldi ab. Sammler sind eher bei Lidl anzutreffen. Innerhalb von Minuten sind die 4-lagigen Rollen vergriffen, die erst am frühen Morgen palettenweise (28 Paletten laut Filialeiter) eingetroffen waren. Am zweiten oder dritten Tag der Pandemie um Covid 19 waren dann auch Nudeln und Mehl auf der Liste der gesuchten Artikel zu finden. Man sollte annehmen, dass die Hamster/innen doch recht bald ihre Lagervorräte aufgestockt haben und Normalität Einzug hält. Das tut es auch. Von 7:00 bis etwa 7:27 Uhr. Dann ist wieder alles wie am Vortag. Paier aus, Nudeln aus, Mehl aus, Desinfektionsmittel…………….. . . . . . .

Bei unseren turnusmäßigen Abholungen von Kartoffeln, direkt beim Odelwälder Erzeuger, bekommt man neben den Erdäpfeln auch schon mal einen wertvollen Tipp, wo es was besonders gut oder preiswert in der näheren Umgebung gibt. So fanden wir nur einige Kilometer weiter, in Reichelsheim, eine Mühle. Keine Museumsmühle, nein, eine echte, richtige und vor allem in Betrieb befindliche Mühle. Mit Getreide und Mehl und so…

obwohl noch fast alle Mahlwerke laufen, zeichnen sich auch hier erste Engpässe in der Versorgung mit Getreide ab. Es sind vor allem die etwas seltener gefragten Sorten, die bei den Mühlen auf der Wunschliste stehen.

Ein kleiner Markt für Lebensmittel und ein größerer Markt für landwirtschaftlichen Bedarf, Pferdehalter, Forst, Dings und Reiterbedarf, vom Campinggas bis zur Fischerhose …. schließt sich an. Zu unserer Überraschung waren die in den sonstigen Märkten und Discounter-Läden am ehesten vergriffenen Sorten – wie z.B. Weizen und Roggen- Produkte

Dinkel & Co. fehlten.
Nudel und Müsli

hier noch in ausreichenden Mengen zu erhalten. Leider aber waren, entgegen der telefonischen Auskunft, z.B. die Dinkel-Mehl-Produkte aber restlos abverkauft.

Für kleine und große Gärtner

Dennoch, der Einkaufswagen war gut gefüllt, als wir zur Kasse kamen. Drei- Familien-Einkauf, da läppert sich schon etwas zusammen. Wohltuend die Ruhe, mit der sich hier alles abwickelt. Kein Geschubbse, Gedrängel oder gar Kämpfe um das letzte Paket. Eine andere Kundin gab uns von einer Sorte sogar ein Paket ab, weil sie die letzten Beiden davon genommen hatte. Solidarität. Unaufgefordert und gerne. So geht Odenwald!

Warum ich das hier so grob berichte? Es war der Donnerstag vor 2 Wochen, an dem die Restaurants schließen mussten, die Schulen und Kindergärten bis nach den Oster-Ferien geschlossen bleiben sollten. Alles Schnee von gestern. Eine zeitliche Befristung ist meiner bescheidenen Meinung nach noch lange nicht in Sicht. Ein Wochenende später kam dann das Kontaktverbot für mehr als 2 Menschen.

Zu einer aktuellen Situation einen Beitrag leisten zu wollen, ist ein Wettlauf gegen die Zeit. Die aktuelle Situation hatte sich derart schnell geändert, dass man doch besser bei den statischen Fakten bleibt:

Fakt ist, dass das Schloß in Reichelsheim, das schon auf dem ersten Foto des Beitrages zu sehen ist, ein Publikumsmagnet ist, wenn nicht gerade eine Pandemie das Land blockiert. Zum Zeitpunkt unseres Besuches war das Schloß geschlossen. Ein paar Handwerker und Gärtner hatten offenbar noch Dringliches zu erledigen, bevor auch hier der Shutdown für totale Ruhe sorgen wird.

Schloß Reichenberg – 100 Meter über Reichelsheim

Wikipedia gibt dazu umfassend Auskunft

Der Odenwald

Haltet durch und bleibt gesund.

Feldbahn

Das Frankfurter Feldbahnmuseum renoviert, repariert und restauriert alte Schienenfahrzeuge. besonders die kleine Feldbahn ist von großem Interesse, da hier eine befahrbare Strecke, in passender Schmalspur, durch den Rebstockpark angeschlossen ist. Man veranstaltet publikumswirksame kleine Ausfahrten auf einem Rundkurs. Am 1. März 2020 -exakt zum meteorologischen Frühlingsanfang- fand eine solche Veranstaltung statt. Hier ist mein Nachmittag:

Beim Betreten des Parks war das Begrüßungskomitee noch etwas schläfrig.
„Heh, was willste?“ war wohl die Reaktion auf meine Störung der Mittagsruhe.
Wusste wohl genau, dass ich mir keine nassen Füße holen wollte.
Ein leichtes Aufplustern hilft beim Respekt einflößen.
Es ist beruhignd zu wissen, dass sich einheimische Arten auch noch hier aufhalten.
Frühlingsanfang sagt noch nichts über die gefühlten Temperaturen aus, wenn sich die Sonne kurz hinter ein paar Wölkchen versteckt. Der Knabe rechts auf der Bank bat eindringlich darum, ihn doch unkenntich zu machen. Ich hoffe, es ist gelungen.
Und weiter geht es mit dem Spaziergang durch den Rebstockpark. Das fühlte sich fast wie Urlaub an.
Mit einem markanten Pfiff machte das Ziel meiner kleinen Exkursion, auf gegenüber liegenden Ufer, auf sich aufmerksam.
Man richtete kurzerhand eine Bedarfshaltestelle ein, um ein paar Fahrgäste ein- und aussteigen zu lassen.
Die Kormorane inmitten des kleinen Sees kümmerte das wuselige Treiben indes nicht die Bohne.
Die Graugänse fanden das frische Grünzeug auch erhelblich spannender, als die neugierigen Besucher, die sie beim Nachmittags-Snack- beobachteten.
´nen Guten!
Die Sonne kam wieder hervor, als ich die Umrundung des Weihers vollendete. Der Taunus war zum Greifen nah. Die beiden Junioren waren die unverzichtbaren Weichensteller für die Feldbahn.
Und da war auch schon die kleinere der beiden Bahnen, die an diesem Sonntag im Einsatz waren.
Gute Laune, bei den zumeist jungen Passagieren.
Die Lok war Diesel-betrieben. Bestimmt kein Euro 6er.
Der geschlossene Wagen wirkte auf mich etwas befremdlich. Die kleinen Fenster waren vergittert…….
Die Lok eignet sich für klaus­t­ro­pho­bisch veranlagte Menschen eher nicht so gut.
Der wohl schönste Teil der kurzen Strecke führte durch die Schrebergärten-Kolonie.
Schnaubend und zischend kam die Dampflok näher.
langsam näher……
Das ganze Gefährt schaukelt und schlingert etwas.
Top gepflegt .
Und für eine 114-Jährige noch prima in Schuss.
Der Tender war mit einer Kiste beladen. Kohle war weder an Bord noch konnte man den typischen Geruch von Kohle wahrnehmen. Öl. ! Aber wenigstens dampft sie.
Die Joggerin nahm es locker mit dem Bähnchen auf. Die „Endhaltestelle“ war ja auch nicht mehr weit.
Während sich das Dampfrösslein noch entfernte, näherte sich von der anderen Seite wieder das Diesel-Aggregat.
Mächtiges Gewusel an der Hatestelle. Die Zwangspause wurde dazu genutzt, die Weichen von Ästchen und Zweigen zu befreien.
Alles gut!
Und jetzt wieder Kopf einziehen.
Während dessen hat sich die Dampflok vor die seitherige Rückseite des Zuges rangiert und die Rückfahrt kann nun auch beginnen.
und tschüss…..
Es wird Zeit für den Rückweg.
Von den Zeichen des Frühlings lasse ich mich aber gerne aufhalten.
Ein kleiner Teil der Frankfurter Skyline ist auch vom „Rebstock“ aus zu sehen.
Ganz unvermittelt brach beim Federvieh Nervosität aus.
Dei einheimischen Gänse flüchten ins Wasser.
Aber auch die Gäste vom Nil flatterten hektisch davon.
Aber nur, um nach 20 oder 30 Metern wieder zu landen.
Und dann konnte auch ich die Ursache der Störung wahrnehmen. Ein startender Hubschrauber.
Aha, es war Herr Trigema, der mit seinem Schimpanski einen Sonntags-Ausflug unternahm und und sich nun auf den Heimweg machte. ( Oder so…)

2018

zumindest bei deutschen Weinen ein Ausnahme-Jahrgang. Was bei der allgemeinen Landwirtschaft zu erheblichen Problemen geführt hat, verkehrt sich bei Winzern und Weinbauern ins Gegenteil. Hier gibt es zufriedene bis verzückte Gesichter. In Menge und Qualität gibt es überhaupt nichts zu meckern. Und wenn, dann auf recht hohem Niveau!

Der 2019er ist in Vorbereitung

Eher durch Zufall gerieten wir am 19. Mai 2019 in Kiedrich im wunderschönen Rheingau in die Feierlichkeiten des „Riesling-Festes“.

Feste rund um den Wein kenne ich eher aus dem Sommer und in den „Anbaugebieten“ natürlich auch im Herbst.

Manche nennen es auch „Fest der Kenner und Genießer“. Man wird schnell von der lockeren Athmosphäre vereinnahmt. Schlückchenweise bewegt man sich durch die Vielfalt, bis ein Favorit gefunden ist.

Bevor es dazu kommt, sollten wir uns alte Steine – nicht junge Weine – ansehen.
Weingüter unterschiedlichster Größe und Bedeutung säumen den Weg durch den Rheingau
Es gibt nicht nur Reben im Rheingau.
Hier hofft man auf eine erneute Rekord-Lese

Respekt den Kiedrichern. So früh im Jahr habe ich noch kein Weinfest miterlebt.

Prinzip Hoffnung

Das Thema nervt. Schon 2 oder 3 Jahre beherbergt mein Garten eine üppige Population Blattläuse. Zu erst betroffen, bzw zu erst bemerkt habe ich sie in dieser Saison am Geißblatt. Aber auch an den Rohrkolben und anderen Wasserplanzen im und am Teich sind die ersten Pünktchen oder gar Gruppierungen zu sehen.

Das wuchs seither in prachtvoller Entfaltung an der schattigen Wand der Garage. Seit einigen Jahren jedoch schaffen es die sonst so wundervollen Blüten nicht durch den Mai. Durch die Sauger sind die Blätter und vor allem die Blütenstände schon im sehr frühen Stadium davon betroffen.

Die bekannten Hausmittelchen, wie Spülmittel oder Brennnessellauge haben versagt. Schon wenige Tage nach der Behandlung waren sie wieder da. Auch durch vorsichtigen Umgang mit der Chemie war der Erfolg nur bedingt festzustellen. Zu schwach dosiert reicht es für einige Wochen, zu stark dosiert kann es problematisch für die Planze werden. Ich erinnere mich an einen Beitrag des verehrten Kollegen Philipp Elph , der von einem Besuch im Klostergarten zu Seligenstadt berichtete, bei dem er eine umweltfreundliche Lösung für das Problem um den Buchsbaumzünsler entdeckte. Meine Idee war, dass neben einem Besuch bei schönem Wetter und der wunderbaren Umgebung des Klostgergartens auch noch ein Nutzen zur Schädlingsbekämpfung zu generieren sei.

Auf nach Seligenstadt. Das rentiert sich immer. Die Basilika wirft mächtige Schatten.
Die großen, früh blühenden Tulpen sind längst verschwunden. Salat ziert nun etliche Flächen.

Falsch gedacht. Auch die Gärtner, die den Garten des ehemaligen Klosters hegen und pflegen, haben ein Problem mit den Schädlingen. Die Marienkäfer feiern fröhliche Feste und bemühen sich nebenbei die Population der Sauger klein zu halten. Das ist sicher ökologisch, aber eine langwierige Angelegenheit, die Geduld erfordert. In der Nachbarschaft der Basilika St. Marcellinus und Petrus gibt es Hoffnung auf ein gutes Ende für die betroffenen Obsbäume.

Es gibt viel zu tun. Packen wir´s an.
Ein paar Farbklekse mehr, wären schön.
Obstbäume säumen die Wege. Birnen und Äpfel machen den Grpßteil des Bestandes aus.
Aber so richtig gesund sehen die auch nicht aus.
Immer wieder eine Inspiration: der Kräutergarten
Auch wenn es bei unserem heutigen Besuch an wirklichen Höhenpunkten mangelte, die gesamte Anlage fasziniert.

Nach einem kurzen Besuch (obligatorisch) der kühlen Kirche, wartet eine ganz andere Art der Abkühlung auf uns: Das angeblich beste Speiseeis der Region. In der großen Maingasse – nicht zu verfehlen.

2 Kugeln auf die Waffel, dann ein Stück den Main entlang
Zurück geht es dann durch die bekannte Altstadt zum Parkplatz. Auch wer schon oft hier war, findet Ecken und Winkel mit neuen Perspektiven.

Ach ja, die Blattläuse! Ich habe sie nicht vergessen. Sobald die bestellten Larven des Marienkäfers eingetroffen sind, geht´s rund! (Prinzip Hoffnung)

Zurück in die Steinzeit

Archäologie heißt suchen und finden. Beweise liegen schon lange vor. Bereits Anfang des letzten Jahrhunderts werden die Artefakte auch einer breiteren Öffentlichkeit präsentiert. Seit 1922 exsitiert ein Verein, der in Unteruhldingen

Dieses Bild hat ein leeres alt-Attribut; sein Dateiname ist 35731467kf.jpg.

die frühgeschichtliche Epoche der Menschheit einer breiten Öffentlichkeit zugängig macht. Es war ein langer Weg bis zum heutigen Pfahldorf. Es hat sich gelohnt.

Eines unserer fest eingeplanten Besuchsziele während des kurzen Urlaubs am Bodensee war u.a. auch das Pfahldorf in Uhldingen. Schon einige TV-Sendungen hatte ich mir diesbezüglich angesehen. Mit mehr Info wuchs dann auch das Interesse. Einen der wenigen schönen Tage hatten wir ausgewählt, um uns die Pfahlbauten live anzusehen.

Man wird in einer Gruppe durch einen sehr kompetenten Führer in Empfang genommen. Dann geht es los. Zunächst gilt es die virtuelle Steinzeit zu durchschreiten. Das findet in einer Art Multi-Media-Box statt.

Nach dieser sehenswerten Einführung öffnet sich die Tür zur realen Welt der Steinzeit.

Über 7 Brücken muss man geh´n. Nicht jedem Besucher vermittelt das ein Gefühl von Sicherheit und Zuverlässigkeit.
Der Zahn der Zeit nagt auch im Museums-Dorf heftig an den in den Schlick des Bodensees eingelassenen Pfähle. Alles wurde realistisch -ohne heutige Chemie oder Technik- nachgebaut. Die Haltbarkeit ist daher eingeschränkt. Familie Feuerstein hatte daher in ihrem Leben nicht nur eine dieser Villen mit Seeblick.
Durchdacht und mit viel knoff-hoff umgesetzt.
Die angewandten Techniken des Bauens sind perfektioniert an die Möglichkeiten angepasst.
So wie hier : der Vorläufer eines Sicherheits-Schlosses
Über den Steg gelangt man in die Bronzezeit. So einfach ist das.
Beieindruckend auch, welche Ideen bei Werkzeugen und Hilfsmittel eingesetzt wurden. Sogar Klebstoffe waren bekannt und gebräuchlich.
Gut-nachbarliche Beziehen waren Voraussetzung für das Dorfleben. Viele gemeinsame Bauten (z.B. Versammlungshaus, Lager, Backhaus…..) waren ebenfalls in das Dorf integriert.
Wie schon erwähnt, war die Haltbarkeit einer solchen Siedlung begrenzt. War der Verfall nicht mehr zu stoppen, wurde das Dorf aufgegeben und man zog mit Kind und Kegel weiter. Am Ufer entlang, um eine neue geeignete Stelle für eine Neuansiedlung zu finden.
Die Pfähle für Gebäude, Brücken, Palisaden waren bis zu drei Meter tief in den Schlick „eingedreht“. Einrammen hätte den Untergrund verdichtet und nach einigen Dezimetern wäre es vorbei gewesen. Man drehte also die Stämme und mit wippen oder schaukeln verschaffte man sich wieder Bewegungsfreiheit, wenn der Stamm sich nicht mehr drehen ließ.
Kontrastprogramm
realistische Szenerie. Man sollte darauf vorbereitet sein, wenn man den finsteren Raum betritt.
Der Tod gehörte auch in der Bronzezeit zum Leben. Grabbeigaben belegen spirituelle Bräuche.
Nahrungsbeschaffung war wohl auch innerhalb des Dorfes kein allzu großes Problem.
Das ist Uhldi . Nach dem Vorbild aus dem Ötztal, mit Kosenamen versehen.
Diese Aufnahme entstand 2 Tage nach unserem Besuch. Wir kamen gerade noch vor dem Wolkenbruch von der Blumeninsel Mainau zurück.

Ein Besuch des Pfahlbau-Museums erfordert Zeit. Deutlich mehr Zeit, als wir uns das vorgestellt und eingeplant hatten. Ein hochinteressantes Kapitel der menschlichen Entwicklungsgeschichte, wird hier lebendig und nachvollziehbar. Sollten wir noch einmal die Chance zu einem Besuch haben, nehmen wir diese bestimmt sehr gerne noch einmnal wahr.

hier geht´s zu den Pfahlbauten