Feldberg zu Corona-Zeiten

Mein Hausberg ist insbesondere an Wochenenden in diesem Jahr häufig gesperrt gewesen. Corona geht um. Der Feldberg wurde einmal mehr zum Hotspot. Auf einen Besuch habe ich bislang verzichtet.

Um den Entzugserscheinungen vorzubeugen musste ein Archiv-Bild dran glauben. Damit man es nicht sofort als Kopie erkennt, wurde es geringfügig modifiziert.

Ufos über dem Taunus?

Einigen meiner geneigten Leser ist es vielleicht noch erinnerlich, der große Feldberg im Taunus gehört zu meinen mehrmals im Jahr besuchten Orten. 2020 war ja nun besonders. Nicht besonders schön und nicht besonders erfreulich. Corona vermasselte uns viele geplante Aktivitäten und schränkte sehr deutlich lieb gewonnene Gewohnheiten ein. Bis auf die Alu-Hut-Träger respektieren die Mehrzahl der Bevölkerung die Einschränkungen und Verbote. So manche Regelung mag befremdlich erscheinen, weil sie offensichtlich für Hotspots konzipiert wurde und völlig deplaziert erscheint, steht man in ländlich geprägter Region allein auf weiter Flur.

Also gut, AHA-Regeln plus X. Wat mut, dat mut. Der Frühjahrs- und auch der Sommer-Besuch fielen schon dem ersten Shutdown zum Opfer. Dann kam auch noch ein häuslicher Unfall dazwischen, der mich bis zum heutigen Tag etwas beeinträchtigt. Taunus/Feldberg blieb einfach auf der Strecke. Das war nicht akzeptabel. So machte ich mich kurzentschlossen am 18. November A.D. 2020 auf den Weg den Sonnenuntergang fotografisch auf dem gr. Feldberg auf elektronischem Wege zu konservieren.

Vom mühsam erkämpften Parkplatz aus, humpelte ich mitsamt Ausrüstung zum nord-westlichen Rand des Plateaus, von wo aus man eine herrliche Weitsicht über den „hinteren“ Taunus genießen kann.

An dem besagten Mittwoch allerdings musste man leichte Abstriche hinnehmen. Es war, bedingt durch heftige Winde und niedrige Temperaturen, an diesem sonst sonnigen Nachmittag, nicht so angenehm, wie es den Anschein hatte. Das hielt aber die vielen Besucher nicht ab.

Meine bevorzugte Startposition war leider durch mehrere kleine Gruppen blockiert. Ich musste, um mir einen ersten Überblick zu verschaffen, aus Sicherheitsgründen einen anderen Startpunkt aussuchen, der nicht ständig frequentiert war. Gesagt, gefunden und es konnte losgehen.

deutliche Spuren zeigen den Weg, den E.T. genommen hat.

Schon wenige Meter über den Baumwipfeln blies der Wind noch deutlich heftiger, so dass ich eine permanente Warnmeldung von der Drohne auf mein Display erhielt. Das sollte sich auch nicht mehr ändern.

Blick nach Süden.
Im Westen beginnen sich die Hinterlassenschaften aufzulösen.

So fiel dann die beabsichtigte Zeitraffer-Aufnahme des Sonnenuntergangs aus. Das Gewackel im fertigen Film würde sich dann niemand freiwillig ansehen wollen.

So blieb es bei einigen Fotos, bei denen allerdings eine kleine Besonderheit hervorzuheben ist. Land-auf, land-ab wurden die merkwürdigen Kondensstreifen diskutiert, die an diesem Nachmittag vielerorts zu sehen waren. Die Überreste davon hatte ich unbewusst mit auf verschiedene Fotos gebannt. Waren es wirklich Kondensstreifen? Oder doch eher Chemtrails, oder noch schimmer, sogar Aliens, die in ihren Ufos Germany auszuspionieren?

Wer auch immer diese Himmels-Spuren zu verantworten hat, er hatte mächtig Spaß!

Die letzten Sonnenstrahlen

Der letzte der Oktober-Tage des Jahres 2020 zeigte sich von seiner besten Seite. Der Herbst wurde noch einmal so richtig gefeiert. Nein, ich meine nicht Party und Saufgelage. Bunte Blätter in allen Schattierungen und Variationen erstrahlten noch einmal im Licht der untergehenden Sonne. Wunderschön. Nicht nur für Romantiker.

Der Gebirgszug ist der Taunus.
Der Feldberg ist quasi der Hausberg für Frankfurt
Der Blick nach Süden reicht bis zum Odenwald.
Basta, das war´s mit dem Oktober
Kommt gut durch den November und bleibt gesund.

Schlafstörung

Es lässt sich nicht wirklich nachvollziehen, was mich am Freitag früh ( sehr früh ) aus Morpheus´ Armen gerissen hat. Tatsache ist, dass ich um 04:07 die LED´s meines Weckers minutenlang beobachtete. Ich war fast schlagartig glockenhell wach. An ein Weiterschlafen war gar nicht zu denken. Es war noch finstere Nacht, sofern man in der Stadt von dunkel überhaupt reden kann. Zumindest dauerte es bis zur Morgendämmerung noch eine ganze Weile. Die Gedanken schwurbelten zwischen Traum und Wirklichkeit.

Das ergebnisoffene Grübeln führte dazu, dass ich mich einige Zeit später mitten in Wiesen und Feldern wiederfand, wo die Morgendämmerung zögerlich begann. Die Stadt schlief noch. Ein Fuchs kreuzte meinen Weg. Weitere leuchtende Augenpaare folgten mir. Es war still. Nur mein Tinnitus pfiff vergnügt vor sich hin, so wie er es immer tut. (24h x 7 x 52) Aber das störte hier niemand.
schlaflos in Dreieich
Während die Drohne hoch oben ihre Aufgabe erledigte……
war etwas Zeit für „Bodenaufnahmen“.

Die Ruhe vor dem Sturm

Warnungen vor einem heftigen Sturm schon 3 Tage im Voraus. Das hat gewiß geholfen den ein- oder anderen Schaden zu vermeiden. An vielen exponierten Stellen war dann auch gesteigerte Aktivität festzustellen. Keine Hektik, aber planvolles Sichern. So blieben die Schäden durch „Sabine“, zumidest hier in der Region auch im überschaubaren Rahmen.

Vor dem Sturm wollte ich unbedingt die derzeit wegen Renovierungsarbeiten gesperrte Burg Breuberg bei Höchst im Odenwlad besuchen.

In der Burg ist heute eine Jugendherberge untergebracht. Was derzeit im Inneren der Burg renoviert wird, bleibt mir verborgen.

Nachmittag, Kaiserwetter und keine Besucher? Das Angebot war einmalig.
Der Innhof ist für gewöhnlich sehr stark frequentiert.
Die Februar-Sonne hatte am Freitag sehr leichtes Spiel.
Leider kann hier die 360° Aufnahme nicht widergegeben werden. Ich habe sie ´mal „aufgeklappt.“
Die Geschichte derBurg ist gewaltig und lässt sich mit knappen Worten kaum zusammenfassen. Deshalb verweise ich diesbezüglich gerne auf die Wikipedia-Seitenhttps://de.wikipedia.org/wiki/Burg_Breuberg#Geschichte_der_Burg
Auf den meisten Fotos ist zu erkennen, dass die Hänge, die die Burg umrunden, jegliches Grünzeug vermissen lassen. Es gibt, wenn ich meinen eigenen Fotos aus der Vergangenheit trauen darf, keinen Grund zum Wehklagen. Etwas Krüppelwuchs, einige alte Obsbaume und jede Menge Wildwuchs. Das schafft die Natur bis zum Sommer ganz gewiss wieder.
Das Gemäuer ist erstaunlich gut erhalten. Aus der Vogelperspeltive allerdings ist auch zu erkennen, dass etliche Ranken, Buschwerk und kleine Bäume bereits angreifen, um sich die beste Startposition zu sichern. Im Zuge der Renovierungsarebeiten kommt das vielleicht auch noch an die Reihe.