Hannover rüstet auf

Hannover macht sich festfein.

Es ist nicht mehr lange hin und das Fest der Feste „Norddeutschlands Super-Seesause“ startet am 28. Juli 2010.

Zum x-undneunzigsten Mal in Hannover und immer wieder eiligst zurück – nur keine Zeit verlieren. Am Montag war das anders. Bewußt hatte ich einen Zug am späten Nachmittag gewählt, um einmal etwas mehr Zeit für die Stadt Hannover zur Verfügung zu haben. Mein Fußweg führte mich von der, von Banken dominierten Downtown, auf möglichst schattigen Straßen auf direktem Weg zum See.

Auch in der niedersächsischen Landeshauptstadt sind die Kreditinstitute in wunderschönen Villen,

historischen Schlössern oder

extravaganten Neubauten mit markanter Architektur untergebracht.

Hmm…. Nord-LB? Hmmm ?? Da war doch was? ? ? Aber das kann man ja schlichtweg bei fast allen Banken behaupten. Es ist wohl keine Ausnahme.  Auch der anstehende Streßtest wird wohl nicht viel ändern. Sicher wird der Verbraucher wieder einmal in Sicherheit eingelullt. In wenigen Tagen wissen wir mehr. (Oder doch eher weniger?) Schließlich gehört es schon zum guten Ton, will man in den Nachrichten präsent sein. Und das werden Sie wohl alle. Danach kann die Abzocke ja ungehemmt weiter gehen. Und das Volk vergisst ja so schnell.

Aber ich wollte ja vom Maschsee berichten. Also weiter dem Navi nach. Der Zeitrahmen war jedoch so optimal, daß für ein paar Seitensprünge noch immer Zeit genug war. So war ich dann auch recht schnell von der empfohlenen Route abzubringen, als sich mir das hier bot:

Durch den Park, führte die neue Route. Uralter Baumbestand säumte den kurzen Weg.

.WOW! Ein Objektivwechsel war erforderlich. Da war ja nun wirklich sehr beeindruckend.

.Aber ich wollte ja zum See….. Doch gleich hinter der nächsten Ecke geriet mein fester Wille schon wieder ins Wanken.

.Das mußte ich mir dann doch etwas näher anschauen. Und wenn ich geahnt hätte, daß die Besucher hoch oben in der Kuppel überhaupt nicht hunderte Stufen krabbeln mussten, sondern mit dem Bogenaufzug transportiert wurden, hätte ich die Zeit und € 2,50 wohl auch noch für einen Blick vom Rathaus investiert. So blieb es bei dem Teleguck von unten. Dafür war ich dann aber auch wieder näher am Wasser. Aber zunächst dem des Parks. Ausgedehnte Ansammlungen von Wasserpflanzen und (gegenüber) Seerosen, lassen auf gute Wasserqualität und Pflege schließen.

Aber ich wollte ja zum Maschsee….. Das war ja nun wirklich nicht mehr weit. Raus aus dem schattigen Park und einmal über die Straße. Es war geschafft. Von oben herab grüßte ein Sportler spöttisch herab.

Der Schweiß rann mir über die Stirn und tropfte an der Nase ab. Ich weiß, daß sich an meiner Kondition noch geringfügig etwas verbessern läßt. Aber so einen Blick hatte ich doch nicht verdient – glaube ich. Vor allem habe ich nicht so spitze Knie wie der da!

Und mit diesem Bauzaun fing es an. Auf der langen Uferpromenade mit dem staubigen Weg für Fußgänger und der asphaltierten Rennstrecke für Radler (gleich welcher Couleur) wurde schwer gearbeitet. Container wurden angeliefert, weitere Bauzäune errichtet, Pavillons aufgebaut, Festzelte von kleineren Ausmaßen, Tanzböden und Bühnen wurden errichtet.

Biere aus den friesischen Gefilden,

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Hummer aus Sylt,

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Weizenbier (Weißbier für Kenner) aus dem feindlichen Ausland.

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Überall wird gehämmert, gesägt, geschraubt und geflucht.Ach ja, Putzen hätte ich beinahe zu erwähnen vergessen.

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Diese zwei Hübschen müssen sicher auch mochmal ran:

Irgendwie kam auf dem Hinweg das touristische Programm viel zu kurz.

Also nun aber, ran an den See und geknipst, was die Akkuladung hergibt. Da fällt doch als Wahrzeichen des Maschsees die große Fontäne auf, die gleich zum Start meiner See-Exkursion eigentlich Erwähnung verdient hätte.

.Nicht nur fürs Auge ist das von Nutzen. Auch wird der Sauerstoffgehalt des Wassers damit etwas angereichert. Und das hat der See auch dringend nötig. Bei solchen Karpfen…

Dieser hier erlaubt sich ein Spielchen mit den Enten.

Der Bursche hebt die Gefiederte einfach hoch…..

.und wendet sich gleich der nächsten zu.

.Das Spielchen fasziniert mich. Ohne besondere Hektik schwammen die Enten einfach zur Seite. Klein Fluchtversuch. Man kennt sich eben.

Völlig anders ging es bei den Enten-Kollegen zu. Die tobten minutenlang durch das Wasser und -wohl aus Freude am Dasein- balgten sie sich, nur weil es so schön spritzte.

Die nahmen keinerlei Notiz von den Booten, die mit schlaffen Segeln auch die kleinste Brise ausnutzten, um nicht paddeln zu müssen.

Auch die Fraktion der Radfahrer zeigte sich auf dem Wasser mit Tretbooten präsent.

Natürlich gibt es diese Wasserfahrzeuge in unterschiedlichster Farbe, Form und Pflegestufe bei etlichen Bootsverleihen und Segelschulen .

Für Romantiker und für Puristen.

Wem das alles zu anstrengend  ist, für den bleibt die motorisierte Rundfahrt. Zum Beispiel mit der SCHLAND.

.Rückweg. Irgendwie war die Zeit doch knapp geworden. Mit beschleunigtem Schritt wieder Richtung City. Vorbei an trällernden Barden,

die ihr Repertoire rauf und runter übten.

Andere lagen nur so in der Sonne. Einer davon sah aus, als wäre er den Körperwelten gerade noch so entkommen. Eine dralle Blondine hatte sich mit einem schweren Rucksack abgeschleppt. So klappt es mit der Balance besser. Die Sonne brachte es an den Tag. Und nein, davon habe ich kein Foto!

Obwohl sogar die Möwe eindringlich darauf aufmerksam macht, wird von vielen Besuchern noch immer das liebe Federvieh gefüttert.

Dabei besteht die große Gefahr, daß der See überdüngt, versumpft und letztlich stirbt. Leute, haltet euch zurück. Die Viecherln verhungern garantiert nicht.

Letzter Blick auf das „Kopfende des Sees.

Ach, er nun wieder. „Hättest ja mitkommen können, Feigling“.

Die sehr umfangreichen Vorbereitungen lassen auf ein großes Fest hoffen.  Wie jedes Jahr. Allen Besuchern viel Vergnügen!

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