From Sahara with love

So stimmungsvoll der Sonnenuntergang die Szenene auch beleuchten mag, es bleibt eine staubige Angelegenheit.
(Bild von Wetter.de)
Von ganz oben sieht es so ähnlich aus.Nur der Westen und der äußerste Norden wurden verschont.
Etwas weiter unten kann man die sandige Luft förmlich greifen.

Von der nur ärgerlichen Verschmutzung, bis zur Gesundheitsgefährdung finden sich im Netz eine Menge Beiträge. Am 13. Februar 1960 zündete Frankreich in der algerischen Sahara eine Atombombe. 61 Jahre später weht der Wind Saharastaub nach Europa. Gegen die Feinstaub-Belastung hilft hervorragend die Corona-Maske Typ FFP2. So hat sie auch für Verschwörungstheoretiker einen Nutzen.

Ufos über dem Taunus?

Einigen meiner geneigten Leser ist es vielleicht noch erinnerlich, der große Feldberg im Taunus gehört zu meinen mehrmals im Jahr besuchten Orten. 2020 war ja nun besonders. Nicht besonders schön und nicht besonders erfreulich. Corona vermasselte uns viele geplante Aktivitäten und schränkte sehr deutlich lieb gewonnene Gewohnheiten ein. Bis auf die Alu-Hut-Träger respektieren die Mehrzahl der Bevölkerung die Einschränkungen und Verbote. So manche Regelung mag befremdlich erscheinen, weil sie offensichtlich für Hotspots konzipiert wurde und völlig deplaziert erscheint, steht man in ländlich geprägter Region allein auf weiter Flur.

Also gut, AHA-Regeln plus X. Wat mut, dat mut. Der Frühjahrs- und auch der Sommer-Besuch fielen schon dem ersten Shutdown zum Opfer. Dann kam auch noch ein häuslicher Unfall dazwischen, der mich bis zum heutigen Tag etwas beeinträchtigt. Taunus/Feldberg blieb einfach auf der Strecke. Das war nicht akzeptabel. So machte ich mich kurzentschlossen am 18. November A.D. 2020 auf den Weg den Sonnenuntergang fotografisch auf dem gr. Feldberg auf elektronischem Wege zu konservieren.

Vom mühsam erkämpften Parkplatz aus, humpelte ich mitsamt Ausrüstung zum nord-westlichen Rand des Plateaus, von wo aus man eine herrliche Weitsicht über den „hinteren“ Taunus genießen kann.

An dem besagten Mittwoch allerdings musste man leichte Abstriche hinnehmen. Es war, bedingt durch heftige Winde und niedrige Temperaturen, an diesem sonst sonnigen Nachmittag, nicht so angenehm, wie es den Anschein hatte. Das hielt aber die vielen Besucher nicht ab.

Meine bevorzugte Startposition war leider durch mehrere kleine Gruppen blockiert. Ich musste, um mir einen ersten Überblick zu verschaffen, aus Sicherheitsgründen einen anderen Startpunkt aussuchen, der nicht ständig frequentiert war. Gesagt, gefunden und es konnte losgehen.

deutliche Spuren zeigen den Weg, den E.T. genommen hat.

Schon wenige Meter über den Baumwipfeln blies der Wind noch deutlich heftiger, so dass ich eine permanente Warnmeldung von der Drohne auf mein Display erhielt. Das sollte sich auch nicht mehr ändern.

Blick nach Süden.
Im Westen beginnen sich die Hinterlassenschaften aufzulösen.

So fiel dann die beabsichtigte Zeitraffer-Aufnahme des Sonnenuntergangs aus. Das Gewackel im fertigen Film würde sich dann niemand freiwillig ansehen wollen.

So blieb es bei einigen Fotos, bei denen allerdings eine kleine Besonderheit hervorzuheben ist. Land-auf, land-ab wurden die merkwürdigen Kondensstreifen diskutiert, die an diesem Nachmittag vielerorts zu sehen waren. Die Überreste davon hatte ich unbewusst mit auf verschiedene Fotos gebannt. Waren es wirklich Kondensstreifen? Oder doch eher Chemtrails, oder noch schimmer, sogar Aliens, die in ihren Ufos Germany auszuspionieren?

Wer auch immer diese Himmels-Spuren zu verantworten hat, er hatte mächtig Spaß!

Die letzten Sonnenstrahlen

Der letzte der Oktober-Tage des Jahres 2020 zeigte sich von seiner besten Seite. Der Herbst wurde noch einmal so richtig gefeiert. Nein, ich meine nicht Party und Saufgelage. Bunte Blätter in allen Schattierungen und Variationen erstrahlten noch einmal im Licht der untergehenden Sonne. Wunderschön. Nicht nur für Romantiker.

Der Gebirgszug ist der Taunus.
Der Feldberg ist quasi der Hausberg für Frankfurt
Der Blick nach Süden reicht bis zum Odenwald.
Basta, das war´s mit dem Oktober
Kommt gut durch den November und bleibt gesund.

Kein Blutmond

Die Vorbereitungen für das galaktische Jahrhundert-Ereignis, Blutmond und der Mars zum Greifen nah, waren gigantisch. Drei Kameras, Wechselobjektive, Sessel, Getränke, Fernbedienung, Ersatzakkus………

Der Auftakt war grandios. Der Sonnenuntergang ließ die Erwartungen höher steigen. Es wurde jedoch ein völliger Fehlschlag, da von der bezogenen Position aus pünktlich zum Beginn des Spektakels eine fast lückenlose Bedeckung aufzog, die den Blick auf die Gestirne nahezu unmöglich machte. Nach gut zwei Stunden packten wir zusammen und wühlten uns durch die Menschenmenge.

Aber wenigstens sollte der August nicht ohne Himmelsspektakel bleiben. Am 13. 8.2018 wurde es gegen 20:30 Uhr ungewöhnlich schnell dunkel. Es war keine Dämmerung, wie sie für den August typisch wäre.

Daraus entwickelte sich innerhalb nur weniger Minuten ein ganz erstaunliches Szenario.

Nach 6 Minuten war alles vorbei und die Wolken zogen weiter auf ihrem Weg nach Nord-Osten. Und nein, es ist kein Fake, kein Computer-Trick! Ein ganz tolle, kurze Inszenierung.

Schlaf eines Handlungsreisenden oder die Leiden des alten Uffniks

Kapitel 1)

Fährst du noch, oder staust du schon?

Geschäfts- und Dienstreisen dienen weder der Unterhaltung noch dem Vergnügen. Getreu diesem Motto, also streng nach den einschlägigen Vorschriften unserer Finanzverwaltung, trat ich meine Reise in den Hohen Norden an. Ferienzeit in der Hauptsaison. Alle Bundesländer befinden sich im Ausnahmezustand. Auch unsere europäischen Nachbarländer klagen über drastischen Einwohnerschwund und schier hoffnungslose Überfremdung durch die nicht enden wollende Touristenflut. Und alle, die nicht sinnvoller Weise zu Hause geblieben waren, mussten unbedingt über die A 5 und die A7 nach Norden!

Ich hatte versprochen das schöne Wetter aus der Mitte der Republik mitzubringen. Das gelang erstaunlicher Weise auch recht gut. Es war angenehm warm, kaum bewölkt. Sommer eben. Aber nur für die nächsten beiden Tage. Das reichte mir ja auch. Länger konnte ich nicht bleiben, ohne daß es doch zu einer Vergnügungsreise mutieren würde. Steigende Temperaturen im Laufe des Tages sorgten dafür, daß die Klimaanlage heftig zu tun bekam. Die Nerven scheuerten sich allmählich blank, bei dem zunehmenden Verkehr durch Urlauber. Für die Saison hatte das Verkehrsministerium noch für einen besonderen Gag gesorgt. Die gesamten Baustellenkilometer auf den Autobahnen wurden zum Vorjahr einfach mal verdoppelt! Solide Planung. Ich war hellauf begeistert. Derart kann man auch schon bei der Fahrt so richtig den Urlaub genießen. Das erste Extra des Tages. Die Sonntagsfahrer durften mit Sondergenehmigung nun auch am Dienstag uff die Gass. Und natürlich alle links. Das war zwar nicht Bedingung – das ergab sich so. Die Mitte war nur äußerst schwach besucht. Die rechte Spur war offenbar gesperrt und nur für Uffniks reserviert. So viele davon waren aber gar nicht ´mal unterwegs. Einen hatte ich gezählt. Bei den unvermeidlichen Bremsmanövern der blöden Linken, erntete ich immer wieder neidische Blicke. Ich genoss auch das freundliche Zuwinken der linksdralligen Gesamtfraktion, sobald ich die Kiste noch ausrollen ließ, wenn es auf der hochfrequentierten Spur wieder einmal hart auf die Eisen ging. Die Linken sollten sich aber angewöhnen die Hand beim Winken zu öffnen. Sieht nochmals freundlicher aus. Aber nicht zu weit, sonst werden sie sehr leicht mit den ganz Rechten verwechselt. Das aufgeregte Schnattern der ältlichen Berlinerin im dicken Daimler entbehrte schon optisch jeder Nettigkeit, während der zugehörige Gemahl verkrampft ins Lenkrad biss. Ich hoffte, daß die Gebisse der beiden das mitmachen. Für Kurzweil war also gesorgt, mein Amüsement war perfekt.

Kapitel 2

Duschst du schon, oder spähst du noch?

Das Ziel meiner Anfahrt war eine Empfehlung meines Kunden. „Großartiges Restaurant, kein Billigladen – aber das Geld bereut man auch nicht.“ Das sagte nun wenig über die Hotelqualitäten aus. Trotzdem buchte ich das letzte verfügbare Bettchen.
700 Kilometer und gut zwei Stunden Stauerei hatten ihre Spuren hinterlassen. Jetzt eine erfrischende Dusche. Zuerst aber die sehr freundliche Begrüßung. Und der Dank für das importierte Wetter. Danach wurde mir mein Zimmer gezeigt. Tür auf und…. uiiii war das warm. Ein großes Doppelzimmer tat sich vor mir auf. Schon etwas in den Jahren, aber sauber. Ein Fenster suchte ich vergebens. Statt dessen gab es eine Balkontür (!).

Die frisch importierte Sonne schien am frühen Abend noch sehr intensiv und sorgte für die schnuckeligen Temperaturen. Tür auf! Der Luftaustausch konnte beginnen.
Wer keine Probleme hat, macht sich welche. Vom Bett bis zur Kreuzung der Bundesstraße waren es schlappe 10 oder 12 Meter. Was mir da alles durch den Kopf schoss. Daß ein Mensch überhaupt zu solchen Gedanken fähig war…schon erstaunlich! Trotzdem hatte ich  nun keinen Plan zur Hand, wie ich gleichzeitig ausgiebig Duschen und die geöffnete Balkontür im Auge behalten konnte , ohne gesteigertes, öffentliches Interesse zu wecken. Man will ja als Gast nicht unbedingt den Neid der Landbevölkerung verursachen.

Unter Verzicht auf die eigentlich dringend erforderliche weitere Frischluftzufuhr, wurde die Tür gekippt und der Vorhang geschlossen. Langsames heran tasten an die für Warmduscher gerade noch erträgliche untere Temperaturschwelle. Wasser marsch! Noch ein bis zwei Grad runter, und ich kann mich bei Germanys next Topmodel anmelden.

Das war richtig erfrischend und die Strapaze der Anreise waren fast vergessen. Und nun? Ich wollte die Ostsee sehen. Der Wegbeschreibung meines Kunden folgend, ging es die „paar Meter“ an die Flensburger Förde. Schleswig Holstein ist doch erheblich größer, als gedacht. Zwischen zweimal links und einmal rechts abbiegen lagen doch etliche Kilometer. Der Tank war voll, was sollte also passieren? In Höhe von Westerholz (- oder war es doch OsterHolz?) traf ich auf dem „gebirgigem“ Gelände endlich auf die See.

Das Brackwasser der Förde versprühte in der Abendsonne einen besonderen Reiz und eine beruhigende Atmosphäre.

Ein leichtes Lüftchen sorgte für den Rest.
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Von der Reise noch dehydriert und total hungrig, mußte ich mich aber dringend um mein leibliches Wohlergehen kümmern. Schöner Strand hin oder her. Nein eine Imbissbude sollte es nicht sein.

Mein Streben galt einem Restaurant in Langballig.

Kapitel 3

Guckst du noch oder schlemmst du schon?

Direkt an dem kleinen Yachthafen gibt es für Uffniks viel zu sehen. Schiffsche, Böötsche und ausgesprochen schöne Segelyachten gaben sich hier ein Stelldichein.

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Nein, nicht so wie an der Côte d’Azur. Aber etwas Schaulaufen war schon dabei. Manche Skipper hatten es sich auf der Terrasse der Hafenbar gemütlich gemacht und genossen nicht nur ihren Drink in der angenehmen Abendsonne. Sie sonnten sich auch in der Bewunderung der Landratten für ihre Kähne. Na gut, die paar Meter Landungsbrücke schaffe ich auch noch vor dem Essen. Und da gab es Möwen! Reichlich Möwen…..

Auch die Jungvögel mußten ihre Flugkünste unter Beweis stellen, wollten Sie noch ein freies Plätzchen erwischen.

Und immer wieder Möwen. Vor der 18. Reschtschreiprevorm nannte man die frechen Räuber auch „Möven“.

                    

Ein Anlegemanöver der Küstenwache.    Verdammt, ich hab´ Hunger. Und der duldete keinen Aufschub los. Gnadenlos knurrte der Magen.

Das gesuchte Restaurant hat zwei Ebenen. Unten ein Bistro und im Oberstübchen das besagte Restaurant. Mit großem Balkon. Blick direkt auf den kleinen Hafen, die Förde und vielleicht auch einen schönen Sonnenuntergang. 

Die überaus nette Bedienung war flott unterwegs. Sie erkannte wohl meinen kritischen Zustand. Sehr zügig erhielt ich mein After-BAB-Bier. Natürlich ein Flens! Und noch ne Buddel Wasser. Jetzt ging es mir schon erheblich besser und es war möglich, daß ich mich auf den Hunger konzentrierte. Das gelang so vorzüglich, daß ich gleich eine ganze Schlemmerplatte bestellte. Während der kurzen Wartezeit stellte ich fest, daß wohl mit einem netten Sonnenuntergang zu rechnen sei. Ich muß dies offensichtlich vernehmlich ausgesprochen haben, denn das nette Frolleinchen meinte im Vorbeigehen: „wie? was?“. „Wir bekommen bestimmt einen hübschen Sonnenuntergang zu sehen“, entgegnete ich. „Ach, das registrieren wir schon gar nicht mehr…“. Bestimmt schade!

Noch ein paar Minuten später war es soweit. Nein, noch nicht SUNSET, sondern die Schlemmerplatte wurde aufgefahren!

Was bleibt da noch zu sagen? Das schmeckte so, wie das Foto es vermuten läßt. Fisch en gros!

Bis auf die besonders knusprigen, roten  (äußeren) Teile wurde die ganze Platte geplündert. Joiii – das war lecker!

Kapitel 4

Knipst du schon, oder staunst du noch?

Mir konnte niemand ein schlechtes Gewissen machen. Schließlich hatte ich mich den ganzen Tag auf den Fisch konzentriert und jegliche Nahrungsaufnahme verweigert. Dessert ? Nein danke! Schon glaubte ich, daß mir höheren Orts jemand den Sonnenuntergang nicht gönnt. Die Wolken wurden dichter. Wie sich herausstellen sollte, tat es der Gesamtstimmung aber keinen Abbruch.

Es wurde Zeit für die „goldene Stunde“. Die Vorstellung hatte schon begonnen.

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Kapitel 5

Zählst du noch, oder schläfst du schon?

Je näher ich dem Hotel kam, um so krauser die Stirn. Ich mußte an die eigentümliche und unterentwickelte Belüftung des Zimmers denken. „Terrassen“-Tür auf – und man war mitten auf der Kreuzung. Tür zu – und mein Schicksal war besiegelt. Man würde mich mit verzerrtem Gesicht, heraushängender Zunge am nächsten Morgen finden, wenn ich nicht zum Frühstück erschien. Erstickt! Das Testament ist ja in Ordnung, aber sollte das wirklich schon das Ende sein? Um die nötige Bettschwere zu erlangen, genehmigte ich mir noch ein Flens am Tresen. Das half zwar nicht unbedingt gegen die warme Luft im Zimmer, war aber recht erfolgreich bei der Beseitigung von Bedenken und  genierlichem, beschämenden,  peinlichem , peinsamen,  verklemmten,  genanten Getue. Also Tür auf!

Ein minimaler Lufthauch war zu spüren. Als sich die Innen- und Außen-Temperaturen angeglichen hatten – so bei 26° C, hörte das mit dem Hauchen auch auf. Die landwirtschaftlichen Betriebe der gesamten Region nutzten das von mir mitgebrachte optimale Wetter. Bis kurz vor Mitternacht wurde geschuftet. Die riesigen Schlepper rasten auf der Bundesstraße an meiner Kreuzung vorbei. Schweres Gerät im Gefolge. Das ratterte, polterte und brummte, dröhnte, schepperte und donnerte. Ich bringe niemals wieder irgend jemanden schönes Wetter mit! So bettete ich mein Haupt auf ein großvolumiges Kissen und versank darin. Der sich ergebende wärmende Effekt war eher unerwünscht. So flog das Kissen bald auch ins Nachbarbett. Nun konnte ich mich wieder ganz der Verkehrssituation widmen. Schäfchen zählen ist in einem Landgasthof neuerer Zeitrechnung absolut out. Heutzutage zählt man Fahrzeuge. Ich beschloß mit mir zu wetten, daß ich die Automarken erraten könnte, bevor die Lichter sichtbar wurden und mein Gemach hell erleuchteten. Schon die zweite Wette hatte ich gewonnen. Es war ganz klar ein Porsche. War ja auch ganz einfach. Unverkennbar das pfeifende Geräusch des luftgekühlten Sexylinder-Boxers. Hach, luftgekühlt…. das wäre was gewesen….  Ich wollte mir gerade auf die gewonnene Wette einen ausgeben, als ich feststellen mußte, daß außer einem null-dreier-Fläschle Mineralwasser nichts Trinkbares zu finden war. Wie hieß doch gleich wieder das bösartige Auto bei Stephen King doch gleich? Christine! Der 58er Plymouth Fury war ein Killer. Ich glaube nicht, daß hier so ein Modell herumdüst. Ich hätte also beruhigt schlafen können, wenn ich gekonnt hätte. Nach einer Pause im Verkehr von mindestens drei Minuten (!) erschien mir die schrullige Berlinerin, die mir die Ohren vollsabbern wollte. Ihr Gebiss hatte wohl doch nicht der Beanspruchung des Sprechdurchfalls standhalten können. Oder die Haftcreme hat schmählich versagt. Ist ja auch egal. Auf alle Fälle laberte sie auf den Felgen  Ich schaltete einen Gang höher und meinen Tinnitus ein. Problem gelöst. Und wach war ich auch wieder . So konnte ich auch gerade noch das Taxi sehen, das dem leicht schaukelnden Fahrradfahrer kurz vor meiner Balkontür noch ausweichen mußte. Schon ganz schön spannend, was da so alles abgeht – in meinem Schlafzimmer, in einem Landgasthof, in Streichmühle, in Schleswig-Holstein, in der Ferienzeit.

Irgendwann danach bin dann wohl doch noch eingeschlafen. Aber nur um gegen 6+1 (für die Sommerzeit) schon wieder von den Treckern geweckt zu werden. Völlig schlaftrunken, als hätte ich jede Wette um die Automarken gewonnen und auch eingelöst, taumelte ich dem Badezimmer entgegen. Nun wurde es mir klar. Es ist nur logisch. >>

Das sehr große Badezimmer war behindertengerecht eingerichtet. Ein rutschhemmender Mosaik-Boden, begeh- und befahrbare Dusche. Griffe hier, Halter da, Bügel dort. Die Besitzer müssen wohl Erfahrung mit dem Zimmer haben. Es war auf jeden Fall recht hilfreich. Nach einer dreißigminütigen Duschorgie war ich halbwegs wieder hergestellt. Eigentlich sah ich sogar einigermaßen fit aus. So passabel sogar, daß sich die freundliche Bedienung beim Frühstück getraute nach meiner Nachtruhe zu erkundigen. „Welche Ruhe?“ Wir sind, um die Diskussion abzukürzen, so verblieben, daß ich beim nächsten Besuch Anspruch auf eine Buddel KÖM (oder gleichwertig) habe, um alle meine  gewonnenen Wetten doch noch einzulösen.

Das reichhaltige und schmackhafte Frühstück versöhnte mich halbwegs mit der Welt. Für die bevorstehende Rückfahrt ( 700 km + Stau) war es eine gute Grundlage.

Wie der Karfreitag endet

10 Minuten des Sonnenuntergangs.

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