Dezember-flight

Fliegen im Dezember hat eigene Gesetze. Schlechtes Wetter, kurze Tage, niedrige Temperaturen und nur selten gute Lichtverhätnisse schränken die Möglichkeiten für gute Fotos oder Viedeos doch stark ein.
Eigentlich sollte es eine Zeitraffer-Aufnahme von den schnell ziehenden, interessanten Wolken werden. Aber schon nach weniger als 10 Minuten meinte der Akku, dass die Restkapazität nur noch bei mageren 25 % liegt. Das sind geschätzte 3 bis 4 Minuten sichere Flugzeit ohne Schnickschnack. Um ein kurzes Video von 15 Sekunden Abspieldauer zu erhalten, benötigt man alle 2 Sekunden ein Einzelbild. Das ergibt eine Ausbeute von 30 Bilder pro Minute Aufnahmezeit = Flugzeit. Im unteren Qualitäts-Level werden 25 Bilder pro Sekunde als Video verabeitet.

25Bilder x 15 Sekunden = 375 Fotos ergeben also 15 Sekunden fertiges Video. Und wenn das Video die Wirkung aus fließender Bewegung generieren soll, müssen es erfahrungsgemäß auch schon die 15 Sekunden sein.

Also Vorhaben abbrechen und zurück zur Startposition….. Die atomatische Route führte über eine selten genutzte Ecke des Modellflugplatzes und fremdländische Besucher. Für eine kurze Unterbrechnung des Rückfluges reichte die verbleibende Restzeit gerade noch aus.

( Oder direkt über Vollbild in YouTube ansehen )

Nach der kurzen Unterbrechung des Rückfluges kam auch schon die Akku-Warnung und dann die automatische Landung auf dem exakten Startpunkt.

Erst die Biene……

“Wenn die Biene einmal von der Erde verschwindet, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben.”

Diese Behauptung wird Albert Einstein zugeschrieben. Und er hatte damit wohl auch recht. Würden sonst in Asien Kolonnen von menschlichen „Bestäubern“ z.B. in China in den Bäumen hocken und Blüten betupfen?

Ich mag Bienen. Nicht nur, dass Sie ein dankbares Motiv für meine Fotos sind, auch ihre Honig-Produktion ist fast unverzichtbar. Was wäre mein Müsli ohne den Löffel Honig?


Das alles aber wird getoppt vom Ergebnis ihrer Bestäubung auf den Wiesen und Feldern. In einem extrem kurzen Leben ( nur ca 35 Tage ) Schafft eine Sommer-Biene die Bestäubung ungefähr 6.000 bis maximal 9.000 Blüten. Pro Tag !

Leider sind in den letzten Jahren viele Bienenvölker bereits verschwunden. Der Mensch arbeitet mit Nachdruck an der Zerstörung der Lebensgrundlage. Auch seiner eigenen. Bei den Ersten, die das zu spüren bekommen, waren auch die Bienen. ( und natürlich auch andere Insekten-Arten ) Damit all dies nicht nicht zu einem abrupten Ende der Ära „Nutz-Insekten“ führt, haben in Bayern viele Menschen ein Volksbegehren in Gang gesetzt. 950.000 Stimmen wären erforderlich, damit sich nun auch die Politik bewegt. Sage und schreibe 1,7 Millionen sind es tatsächlich geworden. Respekt, sog i. Dagegen konnte niemand sein. Eher nur gleichgültig. Nun ist die Politik mit handeln dran.

Schaumermal, was die Verantwortlichen nun aus einem Volksbegehren machen. Ein Freistaat gegen das Artensterben wäre vielleicht ein Plan.

Zufallstreffer

Winter-KurzUrlaub. Gerade mal 6 Tage. Die Gegend um Füssen im Allgäu. Wunderschön beim richtigen Wetter. Es war der dritte Tag im Januar, der zu unserer Überraschung, nicht in die Wettervorhersage passte. Schnee sollte es geben. Statt dessen schmeichelte sich die Sonne zunächst zaghaft, später etwas mutiger durch die Bewölkung. Es sollte auch der einzige Tag bleiben, an dem ich das Auto nicht umfangreich freilegen musste.

Mein neues Spielzeug hatte ich natürlich dabei. Trotz der traurigen Wetter-Prognose. Und das war zumindest auch an diesem 3. Januar gut so.

Der Auftrag für das Fluggerät lautete uns zu begleiten und gelegentlich zu umkreisen. Mehr hatte ich mangels Trainingsmöglichkeiten noch gar nicht drauf. Die spätere Auswertung ergab aber dann doch einen Treffer.

Ich empfehle das kurze Filmchen im Vollbild-Modus anzusehen.

Unschuldig hinter Gittern

Der Opel-Zoo in Kronberg

Es ist etliche Jahrzehnte her, dass wir mit unseren Kindern einen Zoo besuchten. In der Zwischenzeit hat sich sicher auch die eigene Einstellung zu einer solchen Einrichtung etwas geändert. Auf unserem Erdenrund gibt es eine ganze Reihe von Tieren, deren Art nur noch in zoologischen Gärten gesichert werden kann. So zuletzt geschehen, als erst vor einigen Wochen der letzte Bulle des nördlichen Spitzmaulnashorns in die ewigen Weidegründe eingegangen ist. Seine Gene sind zwar noch vorhanden, aber es existieren auch nur noch zwei Mädels, die damit etwas anfangen können. Ob es sinnvoll ist, eine Art, die nur  noch künstliche vor dem endgültigen Aussterben zu bewahren? Tatsache ist, dass solche und ähnliche Schicksale in vielen Zoo´s, in denen noch Forschung betrieben wird, noch viele Male existieren. Den Tieren in den Parks geht es auf den ersten Blick gut. Meistens.

Zwergziegen: Das Format macht sie für Kinder besonders attraktiv.

Wenn man die Sorglosigkeit von einigen Eltern beobachtet, mit der sie ihre Blagen völlig unbeaufsichtigt umhertoben lassen -während sie noch schnelle eine WhatsApp verschicken, ist man dankbar für die massiven Sicherheitseinrichtungen, mit der die Wilden von den Tieren getrennt gehalten werden.

Einheimische Vögel partizipieren vom der überschwänglichen Spendenbereitschaft der Besucher. Da geht man schon ´mal freiwillig in den Knast.

Bei den australischen Ureinwohnern war gerade Siesta angesagt.

Der Gepard, als schnellstes Landtier der Welt, muss mit einem Areal auskommen, das seinen Bedürfnissen keinesfalls entsprechen kann. Die bis zu 120 km/h schnelle Verfolgung seiner natürlichen Beute in den schier grenzenlosen Savannen, kennt diese wundervolle Raubkatze nicht einmal mal Hörensagen. In Gefangenschaft geboren, wie die meisten Insassen, haben sie sich längst mit den Gegebenheiten arrangiert. Die Geparden und die darauf folgenden Aufnahmen der Elefanten, holten mich schlagartig auf den Boden der Tatsachen zurück: Ich bin im Zoo.

Für die Besucher ist es wohl so ähnlich wie beim Basketball.

Jumbo ist ein genialer Geist. Sehr schnell hat er die beste Stelle im Gehege erkannt und für sich reklamiert, an der die Besucher besonders großzügig mit zusätzlichen Leckerchen herumwerfen.

Der Strauß schaffte es auch nicht meine Stimmung aufzuhellen.

Unser Besuch geht allmählich zu Ende. Die kleinen Füße unserer 4-jährigen Freundin, die wir heute eingeladen hatten, waren bestimmt schon recht müde. Bis zum Ausgang gibt es aber noch etwas Ablenkung:

Der Kreis hat sich geschlossen und ein fast 4-stündiger Staun-Marathon endet hier. Mein Verhältnis zu Zoo´s ist so zwiegespalten wie eh und jeh. Unsere kleine Freundin benötigte gerade einmal 3 Minuten im Auto, um den Tag noch einmal Revue-passieren zu lassen.

ps: Einige Fotos wurden aus dem Beitrag gelöscht . Elefant, Gepard & co. haben das schriftliche Einverständnis verweigert.

EUDatenschutzGrundverordnung DSGVO

https://www.datenschutz.org/verstoss/

Geldbußen bis zu 20 Millionen Euro

Nutria

Der höchst spannende Beitrag von Karu inspiriert mich nun doch aus hessischer Sicht das noch eher friedliche Zusammenleben an der Winkelsmühle vorzustellen.

In einem kleinen Weiher in Dreieich haben sich schon vor einigen Jahren einige Nutrias angesiedelt. Die Nähe zu Menschen war niemals ein Problem. Die zutraulichen Tierchen fanden recht schnell heraus, wie sie sich zusätzliche Nahrungsquellen erschliessen können. 2017-06-30 10-41-58 - 004301.JPG

Weil Sie mittlerweile selbst vor Hunden keine Scheu mehr zeigen, wird die inzwischen zur Großfamilie angewachsene Population von uneinsichtigen Spaziergängern gefüttert.2017-06-30 10-42-04 - 004806.JPG2017-06-30 10-42-42 - 006518.JPG

(Hand ausstrecken würde genügen. Aber trotz aller niedlichen Annäherungsversuche – Nutrias werden auch Biberratte oder seltener Sumpfbiber, Schweifbiber, Schweifratte oder Coypu genannt, es sind Ratten*?)     *siehe Kommentare

Das führte so weit, dass mir bei den folgenden Aufnahmen eines der Tiere sogar an der Hose zupfte, weil ich kein Futter angeboten habe.(2017-06-30 10-44-58 - 007123.JPG

(Zielstrebig steuert die Nutria auf die vermeintliche Futterquelle zu)

Mittlerweile werden die Beschwerden der Anwohner aber lauter. Die angrenzenden Gärten sind eine beliebte Bezugsquelle für abwechslungsreiche Mahlzeiten geworden, falls der „Bring-Service“ einmal ausbleiben sollte. Zäune und sonstige Begrenzungen sind offensichtlich kein allzu großes Hindernis.2017-06-30 10-45-14 - 007729.JPG

(gerade noch im Bild: die Uferbefestigung)

Und noch ein Problem wird von Naturschützern angezeigt, die Böschungen und Uferbefestigungen sind durch die Vielzahl der Höhlen möglicher Weise gefährdet. Insofern wird wohl über eine Dezimierung nachgedacht.2017-10-18 11-52-14 - 0018.JPG

Eine Gefahr für die sonstigen Teichbewohner und Anrainer besteht angeblich nicht. Enten und sonstige Wasservögel bleiben von den Vegetariern unbehelligt.

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Einige haben sich bereits aufgemacht und sind losgezogen, dem vorbei fließenden Hengstbach folgend, die Umgebung zu erkunden. Das Vorauskommando wurde etliche Kilometer vom Familien-Domizil entfernt schon mehrfach gesichtet.2017-09-12 11-40-17 - 002441.JPG

Schauspielerisches Talent kann man den Tierchen nicht absprechen.