Prinzip Hoffnung

Das Thema nervt. Schon 2 oder 3 Jahre beherbergt mein Garten eine üppige Population Blattläuse. Zu erst betroffen, bzw zu erst bemerkt habe ich sie in dieser Saison am Geißblatt. Aber auch an den Rohrkolben und anderen Wasserplanzen im und am Teich sind die ersten Pünktchen oder gar Gruppierungen zu sehen.

Das wuchs seither in prachtvoller Entfaltung an der schattigen Wand der Garage. Seit einigen Jahren jedoch schaffen es die sonst so wundervollen Blüten nicht durch den Mai. Durch die Sauger sind die Blätter und vor allem die Blütenstände schon im sehr frühen Stadium davon betroffen.

Die bekannten Hausmittelchen, wie Spülmittel oder Brennnessellauge haben versagt. Schon wenige Tage nach der Behandlung waren sie wieder da. Auch durch vorsichtigen Umgang mit der Chemie war der Erfolg nur bedingt festzustellen. Zu schwach dosiert reicht es für einige Wochen, zu stark dosiert kann es problematisch für die Planze werden. Ich erinnere mich an einen Beitrag des verehrten Kollegen Philipp Elph , der von einem Besuch im Klostergarten zu Seligenstadt berichtete, bei dem er eine umweltfreundliche Lösung für das Problem um den Buchsbaumzünsler entdeckte. Meine Idee war, dass neben einem Besuch bei schönem Wetter und der wunderbaren Umgebung des Klostgergartens auch noch ein Nutzen zur Schädlingsbekämpfung zu generieren sei.

Auf nach Seligenstadt. Das rentiert sich immer. Die Basilika wirft mächtige Schatten.
Die großen, früh blühenden Tulpen sind längst verschwunden. Salat ziert nun etliche Flächen.

Falsch gedacht. Auch die Gärtner, die den Garten des ehemaligen Klosters hegen und pflegen, haben ein Problem mit den Schädlingen. Die Marienkäfer feiern fröhliche Feste und bemühen sich nebenbei die Population der Sauger klein zu halten. Das ist sicher ökologisch, aber eine langwierige Angelegenheit, die Geduld erfordert. In der Nachbarschaft der Basilika St. Marcellinus und Petrus gibt es Hoffnung auf ein gutes Ende für die betroffenen Obsbäume.

Es gibt viel zu tun. Packen wir´s an.
Ein paar Farbklekse mehr, wären schön.
Obstbäume säumen die Wege. Birnen und Äpfel machen den Grpßteil des Bestandes aus.
Aber so richtig gesund sehen die auch nicht aus.
Immer wieder eine Inspiration: der Kräutergarten
Auch wenn es bei unserem heutigen Besuch an wirklichen Höhenpunkten mangelte, die gesamte Anlage fasziniert.

Nach einem kurzen Besuch (obligatorisch) der kühlen Kirche, wartet eine ganz andere Art der Abkühlung auf uns: Das angeblich beste Speiseeis der Region. In der großen Maingasse – nicht zu verfehlen.

2 Kugeln auf die Waffel, dann ein Stück den Main entlang
Zurück geht es dann durch die bekannte Altstadt zum Parkplatz. Auch wer schon oft hier war, findet Ecken und Winkel mit neuen Perspektiven.

Ach ja, die Blattläuse! Ich habe sie nicht vergessen. Sobald die bestellten Larven des Marienkäfers eingetroffen sind, geht´s rund! (Prinzip Hoffnung)

Erst die Biene……

“Wenn die Biene einmal von der Erde verschwindet, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben.”

Diese Behauptung wird Albert Einstein zugeschrieben. Und er hatte damit wohl auch recht. Würden sonst in Asien Kolonnen von menschlichen „Bestäubern“ z.B. in China in den Bäumen hocken und Blüten betupfen?

Ich mag Bienen. Nicht nur, dass Sie ein dankbares Motiv für meine Fotos sind, auch ihre Honig-Produktion ist fast unverzichtbar. Was wäre mein Müsli ohne den Löffel Honig?


Das alles aber wird getoppt vom Ergebnis ihrer Bestäubung auf den Wiesen und Feldern. In einem extrem kurzen Leben ( nur ca 35 Tage ) Schafft eine Sommer-Biene die Bestäubung ungefähr 6.000 bis maximal 9.000 Blüten. Pro Tag !

Leider sind in den letzten Jahren viele Bienenvölker bereits verschwunden. Der Mensch arbeitet mit Nachdruck an der Zerstörung der Lebensgrundlage. Auch seiner eigenen. Bei den Ersten, die das zu spüren bekommen, waren auch die Bienen. ( und natürlich auch andere Insekten-Arten ) Damit all dies nicht nicht zu einem abrupten Ende der Ära „Nutz-Insekten“ führt, haben in Bayern viele Menschen ein Volksbegehren in Gang gesetzt. 950.000 Stimmen wären erforderlich, damit sich nun auch die Politik bewegt. Sage und schreibe 1,7 Millionen sind es tatsächlich geworden. Respekt, sog i. Dagegen konnte niemand sein. Eher nur gleichgültig. Nun ist die Politik mit handeln dran.

Schaumermal, was die Verantwortlichen nun aus einem Volksbegehren machen. Ein Freistaat gegen das Artensterben wäre vielleicht ein Plan.

Kein Blutmond

Die Vorbereitungen für das galaktische Jahrhundert-Ereignis, Blutmond und der Mars zum Greifen nah, waren gigantisch. Drei Kameras, Wechselobjektive, Sessel, Getränke, Fernbedienung, Ersatzakkus………

Der Auftakt war grandios. Der Sonnenuntergang ließ die Erwartungen höher steigen. Es wurde jedoch ein völliger Fehlschlag, da von der bezogenen Position aus pünktlich zum Beginn des Spektakels eine fast lückenlose Bedeckung aufzog, die den Blick auf die Gestirne nahezu unmöglich machte. Nach gut zwei Stunden packten wir zusammen und wühlten uns durch die Menschenmenge.

Aber wenigstens sollte der August nicht ohne Himmelsspektakel bleiben. Am 13. 8.2018 wurde es gegen 20:30 Uhr ungewöhnlich schnell dunkel. Es war keine Dämmerung, wie sie für den August typisch wäre.

Daraus entwickelte sich innerhalb nur weniger Minuten ein ganz erstaunliches Szenario.

Nach 6 Minuten war alles vorbei und die Wolken zogen weiter auf ihrem Weg nach Nord-Osten. Und nein, es ist kein Fake, kein Computer-Trick! Ein ganz tolle, kurze Inszenierung.

Mein Main

Es gibt viele Orte und Plätze, die mich magisch anziehen. Sehr oft spielt dabei Wasser eine entscheidende Rolle.

Wenn das Wetter für meine Modellfliegerei ungeeignet ist, deute ich mir eines der Fleckchen Erde in der Nähe heraus, die einmal mehr meiner Aufmerksamkeit bedürfen. Oft genug wird dann das Motorrad als nachgeordnetes Hobby benutzt, um von A nach B zu kommen. In diesem Fall nach Offenbach und dann bis zum Frankfurter Osthafen. Das sind nur ein paar Minuten. Wenn….  , ja wenn man nicht versucht mit der Kamera die bekannte Umgebung aus neuen Blickwinkeln zu erkunden.  An besagtem Samstag hatte ich allerdings lediglich einige Probeaufnahmen auf der Agenda, die meine altehrwürdige ( knapp 9 Jahre hat sie auf dem Sensor) Canon Spiegelreflex nach Reparatur und Reinigung wiederbeleben sollten.

Samstags ist wohl der Nachwuchs dran. Unschwer zu erkennen, dass die Jungs gegen den sehr starken Wind kein leichtes Spiel hatten. Besser erging es da dem Trainer, der sich mit ausreichend Motorkraft chauffieren ließ.

Deutlich leiser, aber nicht weniger schnell bewegte sich die kleine Jolle mit voll aufgeblähtem „Butterfly“. Und schon war ich wieder bei den gefiederten Schwimmern gelandet, die noch teilweise in Baby-Klamotten zielstrebig auf mich zu kamen.

In der Zwischenzeit habe ich gelernt, dass so eine Canon EOS 7 mit der „dicken Berta“ drauf, doch ein ganz beachtliches Gewicht auf die Hand bringt. Ein Stativ wäre sicher gut gewesen. Man verweichlicht ja soo schnell, wenn man dem technischen Fortschritt folgt und eine spiegellose Systemkamera mit Vollformat – Sensor benutzt. Das ist wie …. Urlaub im All. Muskelschwund und sowas alles.

Bei vollem Zoom und starkem Wind wiegt die SR gleich doppelt so viel. Das macht sich beim „Mitziehen“ dann doch irgendwann bemerkbar.

Ortswechsel: Stadtgrenze Offenbach/ Frankfurt

Ganz in der Nähe der #Gebermühle wird dem SUP  gehuldigt. Aufrecht paddeln oder auch neudeutsch: „Stand Up Paddling“. Das alles ging noch in Ufernähe vonstatten. Ich vermutete einen Anfänger-Kurs. Ach was, es war sicher nur der schon beschriebene Wind, der für den häufigen Wasserkontakt sorgte.

Für die aufregende Skyline von Mainhattan  hatte von den Akteuren auch nicht einer nur einen kurzen Blick

Die EZB hatte es nicht auf das obige Bild geschafft. Ihr gebührt natürlich eine eigene Aufnahme – protzig vor ihrer privaten Kollegschaft.

Mann, ist die Kamera schwer! Beim nächsten Mal etwas Hantel-Training vorab !

Der unvermeidliche Ausflugsdampfer „Wikinger“ näherte sich der Anlegestelle

Dieser Weltenbummler erinnerte mich irgendwie an einen VW-Bus T2 mit Pril-Blümchen aus den 60ern.

Schluss für heute. Den Rest darf ich nicht veröffentlichen, da mir sonst sicher ein Mahnwalt die Millionen-Frage stellt.